Dresden - Den Start in die Rückrunde haben sich alle Beteiligten beim HC Elbflorenz anders vorgestellt. Nach der 27:31-Pleite ist nicht nur die Tabellenführung erst einmal futsch, auch die Serie von 15 ungeschlagenen Spielen in Folge ist dahin.
"Das ist alles andere als dramatisch. Wir stehen nach 18 Spieltagen auf Rang zwei", sagte HCE-Coach André Haber (39). Panik löste die Schlappe bei den Sachsen also nicht aus. Aber: "Es tut weh, weil wir Platz eins abgegeben haben", so der 39-Jährige." Es lag mehr an uns und weniger an ihnen. Um Punkte mitzunehmen, fehlte es uns ein bisschen an Wurfqualität", räumte Haber nach der Partie ein.
Nur 27 der 51 Wurfversuche landeten im Bietigheimer Tor - 53 Prozent. Zum Vergleich: Im bisherigen Saisonverlauf trafen die Tiger im Schnitt sieben von zehn Würfen.
Timo Löser (26) verwandelte bei der ersten Bundesliga-Niederlage seit dem 6. September 2025 nur drei seiner elf Schüsse. Alles schlecht war gegen einen der direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf aber nicht.
"Ich habe ein großartiges Comeback von uns gesehen. Der Beginn der zweiten Hälfte scheint unsere Phase zu sein", sah Haber den stärksten Zwischenspurt seines Teams, in dem Oliver Seidler nach drei Toren Rückstand sogar zur Führung traf (21:20, 38. Minute).
Der Coach selbst zeigte sich in Bietigheim mit neuer Frisur - eine spontane Aktion am Freitagnachmittag, wie er erklärte. Weitere Akzente setzten er und sein Team aber nicht.