EM-Erfahrung für HCE-Nationalspieler: "Das macht mich extra stolz"
Dresden - Hinter HCE-Akteur Ivar Stavast (28) liegt ein bewegter Januar: Silvester-Urlaub in London, sein 28. Geburtstag im Trainingslager der niederländischen Nationalmannschaft und die EM, bei der er viele Eindrücke sammelte. "Während des Spiels bekommst du es gar nicht so mit, da bist du im Fokus", beschreibt der Rechtshänder das EM-Spiel in Malmö gegen Gastgeber Schweden vor fast 12.000 schwedischen Fans.
"Ich finde das überragend", sagt Stavast zu den Pfiffen, die ihm und seinen Kollegen während der 60 Minuten entgegenbrandeten: "Mir gibt das Motivation. Da weißt du, dass du sie richtig ärgern kannst, wenn du ein Tor wirfst oder gut spielst."
Bei der Auftaktniederlage warf der Dresdner ein Tor, es folgten drei bei der Pleite gegen den EM-Dritten Kroatien und acht beim Sieg gegen Georgien.
"Mit der Leistung gegen Schweden war ich nicht so zufrieden, danach ging es aber viel besser", so der Marketing- und Sportökonomie-Student, dessen Rolle sich im Nationalteam verändert hat.
"Seit letztem Jahr spiele ich ein bisschen mehr, ich bekomme mehr Vertrauen vom Trainer. Und ich bin lang genug dabei, um auch mit über die Taktik zu reden und meinen eigenen Input zu bringen", erklärt 1,91-Meter-Mann: "Das macht mich extra stolz."
Ivar Stavast bleibt gelassen vor Verfolger-Duellen
Druck verspürt der Niederländer, der seit dem 25. Januar zurück in Dresden ist, vor dem Rückrundenstart in der 2. Bundesliga nicht. Weder bezogen auf die Rolle als Tabellenführer, der Gejagte zu sein, noch auf das harte Auftaktprogramm. Denn da warten mit Bietigheim am Sonntag und Balingen am Valentinstag direkt die beiden ärgsten Verfolger.
"Zum Auftakt haben wir die beiden Duelle leider verloren. Aber wir stehen trotzdem da, wo wir stehen", sagt der dreimalige EM-Teilnehmer: "Wir haben daraus gelernt und sind jetzt ein Stück weiter."
Titelfoto: imago/ANP
