Dresden - So tritt ein Tabellenführer auf! Beim 38:28 (18:13)-Kantersieg schoss der HC Elbflorenz die Eulen wieder zurück nach Ludwigshafen. Nicht nur die Fehler der Gäste nutzten die Sachsen gnadenlos, sondern auch die der Konkurrenten im Kampf um die vorderen Plätze der Tabelle.
"Wir haben heute zwischendurch einen 10:1-Lauf. Und der entscheidet das Spiel, der reißt es auf unsere Seite. Der gibt uns die Leichtigkeit zurück, die wir jetzt ein paar Wochen schon mit uns tragen durften", freute sich HCE-Coach André Haber.
Ganz so eindeutig war es aber eben nicht von Beginn an. 25 Minuten sahen die 1804 Fans in der BallsportARENA eine absolut ausgeglichene Partie.
Zunächst der kurze Schock für die Gäste: Bei der Landung nach seinem Wurf zum 3:3 (6. Minute) knickte Eule Friedrich Schmitt mit seinem linken Knöchel um. Für den Rückraumspieler ging's nicht weiter. Eine Diagnose stand auch nach dem Spiel noch aus. Aber: "Das sah nicht gut aus", sagte sein Coach Michael Haaß nach dem Spiel.
Im Angriff zielten die Dresdner einige Male zu genau. Sowohl Timo Löser (12.) und Viktor Petersen Norberg ließen das Tor mit ihren Lattenkrachern wackeln.
Die Highlights hoben sich die Sachsen aber für die Schlussphase des ersten Durchgangs auf. Dank eines 5:0-Laufs vor der Pause, in dem beim HCE nahezu alles klappte, zog der Tabellenführer davon.
Treffer Julius Meyer-Siebert, Parade Marino Mallwitz, Tor Daniel Bláha. Nach einem weiteren Ballgewinn bediente Norberg im Konter Nils Fuhrmann. Ein Fehlpass und ein erfolgreicher Siebenmeterwurf von Julius Dierberg, dazu ein Block von Bláha und der Buzzer Beater von Dominik Skopár.
Ehe die Ludwigshafener überhaupt realisierten, dass der Dresdner Express gerade über sie rollte, führte die Heimmannschaft schon komfortabel und stellte die Weichen in den letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts auf Saisonsieg sieben.
HC Elbflorenz bleibt dran und holt sich die Tabellenführung zurück
Im zweiten Abschnitt brannte gar nichts mehr an. Zumindest nicht in in der Defensive der Sachsen. Bis zur 36. Minute hielt Mallwitz seinen Kasten sauber - insgesamt über zehn Minuten am Stück.
In der 47. Minute legte Norberg den 30. HCE-Treffer nach, da war die Partie aber längst entschieden.
Die Vorlage für die Dresdner hatte es bereits am Freitagabend gegeben. Von den drei Teams, die gemeinsam mit dem HCE vor dem Spieltag bei 12:2 Punkten standen, gewann nur der SC DHfK Leipzig sein Spiel.
Weil Hagen und Potsdam jeweils keine Zähler holten, führt das sächsische Duo jetzt die Tabelle an.
Und ganz oben thront aufgrund der besten Tordifferenz der Liga das Team aus Dresden.