Herber Rückschlag im Aufstiegsrennen! HCE verspielt Acht-Tore-Führung
Lübbecke - Die Kontrahenten aus Bietigheim und Balingen legten im Aufstiegsrennen vor, der HC Elbflorenz zog diesmal nicht nach. Bei der TuS N-Lübbecke setzte es für die Dresdner nach ganz schwacher zweiter Hälfte eine 31:34 (20:16)-Pleite.
"Es ist alles möglich, aber wir müssen uns unbedingt hinten steigern", beschwor HCE-Coach André Haber seine Jungs in der Auszeit in Minute 48.
Da war trotz 26:28-Rückstand noch alles drin. Mit seinem Fehlwurf in der 59. Minute besiegelte Kapitän Sebastian Greß die Niederlage, Oliver Seidler vergab wenige Sekunden später die Chance auf einen Punktgewinn.
"Wir müssen überall mit breiter Brust hinfahren. Wir haben so viele Spiele in dieser Spielzeit gewonnen, so viele in der Crunchtime gewonnen. Das muss uns tragen", befeuerte Haber vor dem Spiel das eigene Selbstvertrauen.
Und genau das trug seine Jungs von Beginn an, die vermeintlich früh den Stecker in der Merkur Arena: Robin Cantegrel hielt in der Anfangsviertelstunde gleich fünf Würfe bei nur vier Gegentoren.
Vorn blieben seine Kollegen gegen die offensive Deckung lange cool. Doruk Pehlivan, der erneut einen starken Abend erwischte, stellte per Doppelschlag auf 11:4 (13. und 14. Minute). Julius Dierberg erhöhte sogar auf 12:4.
HC Elbflorenz verliert nach drei Siegen in Serie erstmals wieder
Aber im Anschluss klappte zeitweise gar nichts - der Gastgeber glich wieder aus (21:21, 37.).
Noch schlimmer wurde es wenige Minuten später: Lauro Pichiri blieb mit seinem Pass hängen, der Gegenstoß landete zum ersten Rückstand seit dem ersten Angriff ins Dresdner Tor - 26:27.
Zurück kamen die Elbestädter nicht mehr und verloren nach drei Siegen in Serie nicht nur, sondern ließen auch Federn im Aufstiegsrennen.
Titelfoto: Mathias M. Lehmann
