Potsdam - Die etwa 100 mitgereisten Fans des HC Elbflorenz hatten erstmals in der Rückrunde Grund zum Jubeln. Auswärts in Potsdam nahmen die Dresdner durch den 34:30 (14:12)-Erfolg verdient zwei Punkte mit.
In der Anfangsphase bekam Potsdam Doruk Pehlivan (27) gar nicht in den Griff. Die Bilanz des 2,01-Meter Hünen nach etwas mehr als einer Viertelstunde: Zwei Tore aus vier Würfen, dazu zwei Assists.
Nach starkem Anspiel auf Jonas Thümmler (32), der zur ersten Drei-Tore-Führung traf (8:5, 17. Minute), war der Modell-Athlet in der Verteidigung hellwach, spritzte in einen freien Ball und verbuchte sogar noch einen Steal.
Fazit bis dahin: Die Lücke durch den Ausfall von Timo Löser (26) füllte Pehlivan nicht nur Dank seiner breiten Schultern nahezu voll aus.
Am beeindruckendsten war aber das Defensiv-Bollwerk. Sechs Paraden von Marino Mallwitz hielten die Brandenburger bei nur 12 Toren im ersten Abschnitt.
Der einzige Beigeschmack: Weil in der Schlussphase nur zwei der sechs Angriffe im Tor landeten, ging es lediglich mit plus zwei in die Kabine - für den Auftritt fast zu wenig Ertrag.
HC Elbflorenz behält in Durchgang zwei die Oberhand
Die Gäste aus Dresden blieben am Drücker, ließen aber lange die Gelegenheit zur Vorentscheidung aus.
Pehlivan spielte einen Querpass genau in die Hände von Potsdams Jannek Klein (26). Statt auf vier Tore wegzuziehen, schrumpfte der Vorsprung auf 18:16 (37.).
Die nächste Situation sorgte für Unverständnis bei Pehlivan. Nach einem unstrittigen Wurf an den Kopf von Potsdam-Hüter Maximilian Grundmann (26) musste er zwei Minuten zuschauen. Genauso so deutlich wie der Kopftreffer war aber auch der Kontakt, den Dresdens Rückraumspieler vorm Abschluss bekam (45.).
In der Crunchtime blieben die Sachsen abgezockt. Den Deckel auf den ersten Sieg in der Rückrunde machte Julius Dierberg (33) gegen sein Ex-Team drauf.
Der Linksaußen verwandelte seinen dritten Siebenmeter zum 32:29 und sicherte anschließend mit einem Steal den Ball (59.) - und damit den ersten Erfolg des Kalenderjahres.