Neuer Nachwuchsplan beim HCE: "Wollen Dresdner Talente integrieren"
Dresden - Die Zweitliga-Saison schloss der HC Elbflorenz auf dem dritten Rang ab, im Nachwuchs-Ranking landeten die Sachsen aber genau am anderen Ende der Tabelle: Platz 16. Noch Platz 16, wenn es nach Rico Göde (44) geht.
"Der Plan ist, dass André Haber erst einmal vor der eigenen Tür schauen muss, bevor wir woanders hingucken", erklärt Göde, Sportlicher Leiter beim HCE, den Wunsch mit dem eigenen Nachwuchs.
2847,20 Punkte sammelten die Sachsen in der vergangenen Saison im HBL-Ranking, das sich unter anderem aus den Einsatzminuten lokal ausgebildeter "U23"-Spieler ergibt.
Bei den Dresdnern zählen dazu beispielsweise Ediz Aktas (21), Oliver Sandin (21) oder Timo Schwaiger (21). Auch Jannik Dutschke (24) fiel da noch mit rein. Und bescherten dem HCE damit 11.675,72 Euro Zusatzeinnahmen.
Zum Vergleich: Dormagen als Top-Ausbilder kassierte knapp 87.000 Euro, Sachsen-Konkurrent Leipzig fast 32.000 Euro.
"Genau das wollen wir", betont Göde: "Wir wollen davon zehren. Wir wollen unsere Dresdner Talente, die wir auch selbst ausgebildet haben, in unsere erste Männermannschaft integrieren."
HC Elbflorenz könnte langfristig auch von Handball als neues-altes Sportschulfach profitieren
Was dabei sicher helfen wird: Ab dem kommenden Schuljahr ist Handball wieder Bestandteil des Sportschulzentrums.
Die Wiederaufnahme ins Repertoire von Dresdens Nachwuchs-Sportelite ist eine Rückkehr, nachdem die Sportart 2005 aus dem Konzept gefallen war. "Auch in der kommenden Saison werden wieder einige Talente aus der A-Jugend anklopfen."
Der Name Linus Zimmermann fällt dabei häufiger. Der Jungtiger, der bereits seit 2014 im Nachwuchs der Dresdner unterwegs ist, geht in sein letztes Jugend-Jahr - und dürfte schon bald für Habers Team interessant werden.
Titelfoto: Bildmontage: Matthias Rietschel; Lutz Hentschel
