Flensburg - Die "Hölle Nord" blieb still! Ein Todesfall hat das Handball-Spiel der European League am Dienstagabend zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem französischen Verein Montpellier HB überschattet.
Vor der Partie war es in der Halle zu einem medizinischen Notfall gekommen, wie der Klub mitgeteilt hatte. Daraufhin war es während der Begegnung auf den Rängen weites gehend ruhig geblieben.
Nach Abpfiff folgte dann die traurige Bestätigung. "Leider bleiben alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos", teilte der Titelverteidiger des zweithöchsten europäischen Handball-Wettbewerbs mit.
"Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund", erklärte wenig später SG-Geschäftsführer Holger Glandorf (42).
Rein sportlich ließ sich Flensburg von der gedämpften Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen, die SG gewann die Neuauflage des letztjährigen Finals 40:35 (21:20). Mit drei Siegen aus vier Partien bleiben sie damit in der Gruppe weiterhin Zweiter hinter dem Nordrivalen THW Kiel, das mit 37:32 bei Bidasoa Irun (Spanien) gewann.