Heute ist Tag des Purzelbaums: Deshalb solltet Ihr häufiger eine Rolle vorwärts machen!

Deutschland - Von wegen bloß ein Kindersport! Pünktlich zum internationalen Tag des Purzelbaums am 27. Mai erklären Experten, warum Ihr auch im Erwachsenenalter häufiger einmal auf die Matte steigen solltet.

Auf die Plätze, fertig, los! Ein Purzelbaum ist mehr als nur eine lustige Sportübung.
Auf die Plätze, fertig, los! Ein Purzelbaum ist mehr als nur eine lustige Sportübung.  © Daniel Peter/dpa

Die meisten Kinder zelebrieren und vollführen sie mit voller Hingabe: Purzelbäume. Wie die "Bild" berichtet, geht es dabei nicht ausschließlich um das Vergnügen an sich, sondern auch gesundheitliche Aspekte spielen im wahrsten Sinne des Wortes eine wichtige "Rolle".

So lässt Prof. Dr. Ingo Froböse (66), seines Zeichens Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule Köln, keine Zweifel an der Sinnhaftigkeit der oft belächelten Sport-Einheit.

"Krabbeln, Drehen, Hüpfen, Ziehen, Drücken – das sind Grundbewegungen des Menschen, die vor allem Kinder beim Spielen ausprägen. Der Purzelbaum gehört hier definitiv dazu", weiß der Fachmann guten Rat.

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Aus medizinischer Sicht klingt das absolut plausibel, denn dank der Rotation in der Längs- und Querachse wird der Körper geschmeidiger und beweglicher. Darüber hinaus dient die Rolle vorwärts als ideale Sturzprophylaxe.

Experten sind sich einig: Ein Purzelbaum vereint Spaß und Beweglichkeit

Auch Profisportler greifen gelegentlich zu der beliebten Purzelbaum-Praxis.
Auch Profisportler greifen gelegentlich zu der beliebten Purzelbaum-Praxis.  © Daniel Karmann/dpa

"Auch bei Kampfsportarten sind das Abrollen und richtig Fallen essenziell, um Verletzungen zu verhindern. Die Muskeln im Rumpfbereich sind genau darauf ausgelegt", liefert Froböse weitere gute Argumente für den Purzelbaum.

Und mit der positiven Einstellung zu den oft unterschätzten Mini-Saltos steht der Kölner Sportwissenschaftler längst nicht alleine da. So teilt mit Alexander Glückselig ein weiterer namhafter Physiotherapeut aus Berlin Froböses Ansatz.

"Kinder üben damit Gleichgewicht und Geschicklichkeit, für Erwachsene ist er eine gute koordinative Übung, bricht die gewohnten Bewegungsabläufe auf. Er kann Gelenke und Wirbel mobilisieren und Blockaden im Rücken lösen", so seine ergänzende Erklärung.

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Auch wenn der Purzelbaum auf den ersten Blick kinderleicht aussieht, könnte er bei längerer Abstinenz vor allem ungeübten Erwachsenen zu schaffen machen. Doch dies sei gar kein Grund zur Sorge, sondern lediglich eine Frage der Übung.

Der ultimative Tipp vom Experten lautet: Im Alltag nicht nur einen Purzelbaum einbauen, sondern auch mal Krabbeln und Kriechen. Das trainiert durch die rotative Bewegung die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Vor allem Vielsitzer sollen davon profitieren.

Titelfoto: Daniel Peter/dpa

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