Marathon-Weltrekordhalter Kiptum stirbt bei Unfall: Neue Details enthüllt!

Kenia - Eine Nation trauert um ihren Helden: Am vergangenen Freitag wurde der verstorbene Marathon-Weltrekordhalter Kelvin Kiptum (†24) in seiner kenianischen Heimat beigesetzt. Auch die Todesursache steht inzwischen offiziell fest: Kiptum verstarb an den Folgen des Autounfalls - war allerdings beim Fahren betrunken!

Kelvin Kiptum (†24) feierte in seiner jungen Karriere bereits zahlreiche Erfolge - sein größter war das Aufstellen eines neuen Marathon-Weltrekords.
Kelvin Kiptum (†24) feierte in seiner jungen Karriere bereits zahlreiche Erfolge - sein größter war das Aufstellen eines neuen Marathon-Weltrekords.  © John Walton/PA Wire/dpa

Wie der Pathologe der kenianischen Regierung, Johansen Oduor, kurz vor Kiptums Beerdigung bei einer Medienrunde mitteilte, sei der Langstreckenläufer an den schweren Kopfverletzungen, die er bei seinem fatalen Unfall erlitten hatte, verstorben.

Kiptum habe sich Verletzungen an der Lunge sowie Rippen- und Schädelbrüche zugezogen, erklärte der Arzt.

"Die eigentliche Ursache für Kelvins Tod waren schwere Kopfverletzungen, die, wenn ich sie mir ansehe, wie von einem Autounfall aussehen", gab er Aufschluss über seine Untersuchungen.

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Die später durchgeführte toxikologische Analyse ergab allerdings: Kiptum, der den Unfallwagen gefahren war, sei währenddessen betrunken gewesen! Das berichtete die Kenyan Post.

Der kenianische Präsident William Ruto (57) schien das in seiner Trauerrede auf der Beisetzung des Sportlers zu bestätigen.

"Wir müssen auf unseren Lebensstil achten, um Vorfälle wie diesen zu vermeiden. Traurigerweise hat ein vielversprechender junger Kenianer sein Leben verloren", sagte der Politiker. Es sei das Ziel, junge Athleten besser zu unterstützen und zu betreuen.

Bereits zuvor war bestätigt worden, dass das Auto, in dem Kiptum und sein Trainer Gervais Hakizimana (†36) ums Leben kamen, keine technischen Defekte aufgewiesen hatte - der Unfall war also selbstverschuldet.

Nach Kelvin Kiptums Tod wurden mehrere Männer festgenommen

Kelvin Kiptum (†24) wurde am Freitag in seiner Heimat in Kenia beigesetzt.
Kelvin Kiptum (†24) wurde am Freitag in seiner Heimat in Kenia beigesetzt.  © Brian Inganga/AP/dpa

Zuvor hatte die Forderung von Kiptums Vater Samson Cheruiyot für Aufsehen gesorgt, eine Ermittlung im Tod seines Sohnes einzuleiten.

Wenige Tage vor Kiptums Ableben hätten vier Männer vor seiner Tür gestanden, die nach dem Leichtathleten gesucht und dabei behauptet hätten, dass sie vom Sitz des kenianischen Präsidenten kämen, hatte Cheruiyot damals erzählt.

Als er sie aufforderte, sich auszuweisen, seien die verdächtigen Männer abgehauen.

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Die Polizei kam der Forderung nach, nahm sogar mehrere Personen fest, die Cheruiyot als die Männer, die vor seiner Tür gestanden hätten, identifizierte - doch letztendlich scheinen sie nichts mit dem fatalen Unfall zu tun gehabt zu haben.

Auch die Familie des Verstorbenen ist froh, endlich Klarheit zu haben: "Wir sind mit den Ergebnissen zufrieden", teilte Philip Kiplagat, Sprecher der Familie Kiptum, mit.

Titelfoto: Brian Inganga/AP/dpa

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