Formel-1-Spektakel in Silverstone: Charles Leclerc nutzt Technik-Desaster von Antonelli aus
Von Martin Moravec
Silverstone (Großbritannien) - Im Chaos von Silverstone hat Charles Leclerc ein Technik-Desaster von WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli ausgenutzt und seinen ersten Formel-1-Sieg seit 623 Tagen gefeiert.
Der Teenager klagte zehn Runden vor dem Ende bei seiner Aufholjagd auf den Führenden von Ferrari über einen Schaden an seinem Mercedes, wurde ganz weit zurückgeworfen und blieb als 16. zum dritten Mal nacheinander ohne Punkte.
Leclerc behielt beim Grand Prix von Großbritannien mit einer späten Safety-Car-Phase nach einem Kiesbett-Aus von Max Verstappen im Red Bull kühlen Kopf und stand erstmals seit dem USA-Event in Texas 2024 auf dem Podest wieder ganz oben.
Der Monegasse verwies Antonellis Teamkollegen George Russell auf den zweiten Platz.
Dritter wurde Lokalheld Lewis Hamilton, der eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen Fehlstarts verbüßen musste und sich am Ende mit einem Taktikfehler beim Boxenstopp um Platz zwei brachte.
Kimi Antonelli verzweifelt im Cockpit
Antonelli, der noch den Sprint am Samstag gewonnen hatte, bleibt WM-Führender.
Sein Vorsprung auf Russell schmolz allerdings auf 25 Zähler. "Die Aufhängung ist gebrochen", schrie er in der Schlussphase über Funk, musste dann an die Box und stand mehrmals davor, seinen Wagen vorzeitig abzustellen.
Ein Jahr nach seinem ersten Karriere-Podest erlebte Nico Hülkenberg einen weiteren Rückschlag in dieser Saison. Der einzige deutsche Fahrer im Feld sah diesmal gar nicht die Zielflagge.
Der weiter punktlose Audi-Pilot musste in der 38. Runde seinen Dienstwagen auf dem Rasenstreifen wegen eines Defekts abstellen.
Titelfoto: Matthew Vincent/PA Wire/dpa

