"Ich wurde beraubt!" Lewis Hamilton klagt an

England - Lewis Hamilton (39) ist mit sieben WM-Titeln Rekordhalter der Formel 1. Diese Bestmarke muss er sich allerdings mit Michael Schumacher (55) teilen - und über seinen verpassten achten Titel 2021 ist der Mercedes-Pilot noch immer nicht hinweg.

Lewis Hamilton (39) trauert seinem achten WM-Titel noch immer hinterher.
Lewis Hamilton (39) trauert seinem achten WM-Titel noch immer hinterher.  © ANDREJ ISAKOVIC / AFP

2021 lieferten sich Hamilton und Red Bulls Max Verstappen (26) ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Fahrerwertung - mit dem glücklichen Ende für den Niederländer, der damit seine unglaubliche Dominanz über die Formel 1 begann.

Für Hamilton steht jedoch fest: Der Titel hätte eigentlich ihm gehören müssen.

"Wurde ich beraubt? Ganz offensichtlich! Ich meine, ihr kennt die Geschichte" sagte der 39-Jährige im Interview mit GQ über das Titelrennen vor zweieinhalb Jahren.

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Damals hatte eine umstrittene Entscheidung der Rennleitung im allerletzten Saisonrennen Verstappen einen Vorteil verschafft, den dieser prompt ausnutzte und Hamilton auf den letzten Metern noch auf Rang zwei verwies.

Lewis Hamilton kann Last-Minute-Niederlage etwas Gutes abgewinnen

Das Bild der vergangenen Formel-1-Jahre: Max Verstappen (26, r.), feiert einen Erfolg nach dem anderen, Lewis Hamilton kann nur zuschauen und applaudieren.
Das Bild der vergangenen Formel-1-Jahre: Max Verstappen (26, r.), feiert einen Erfolg nach dem anderen, Lewis Hamilton kann nur zuschauen und applaudieren.  © Joan Monfort/AP/dpa

Allerdings: Wenn Hamilton davon spricht, dass er seines achten WM-Titels beraubt wurde, kommt automatisch sein erster Triumph in den Sinn, den er selbst nicht ganz sauber errungen hat.

2008 war nämlich eigentlich Felipe Massa (42) auf Titelkurs, doch das sogenannte Crash-Gate machte dem Brasilianer einen Strich durch die Rechnung.

Am Ende profitierte Hamilton, der sich im letzten Saisonrennen zum ersten Mal die Formel-1-Krone aufsetzte - Massa landete mit einem Punkt Rückstand nur auf Platz zwei und klagt heute auf den Titel und Schadenersatz.

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Im Endeffekt war es also vielleicht einfach ausgleichende Gerechtigkeit, die Verstappen seine erste Formel-1-Weltmeisterschaft einbrachte - und auch Hamilton kann der ganzen Sache heute etwas Gutes abgewinnen.

"Ich denke, was in diesem Moment wirklich schön war und was ich daraus mitnehme, ist, dass mein Vater bei mir war", erzählte der Brite.

Sie seien zusammen durch Höhen und Tiefen gegangen, "und an dem Tag, an dem es am meisten weh tat, war er da, und er hat mich so erzogen, dass ich immer aufstehen und den Kopf hochhalten soll."

Wenn er sich Aufnahmen des entscheidenden Rennens ansähe, fühle er sich immer noch wie damals, schloss Hamilton, inzwischen habe er aber seinen Frieden mit der Situation gemacht.

Titelfoto: ANDREJ ISAKOVIC / AFP

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