"Max ist in einer Horror-Show": Red Bull nach zwei Rennen nur im Mittelfeld
Shanghai - Grauenvoller Start in die Saison für Red Bull und den vierfachen F1-Weltmeister Max Verstappen (28). In Australien fuhr der Niederländer nur auf Rang sechs und beim China GP am letzten Wochenende musste er das Auto elf Runden vor Schluss aufgrund eines Kühlungsproblems abstellen.
"Max ist in einer Horror-Show. Ich hab seine Onboard-Kamera gesehen und das Auto sieht schrecklich zu fahren aus", sagte sogar Mercedes-Teamchef Toto Wolff (54) im Anschluss des Rennens. Der Red Bull ist aktuell nur das viertschnellste Auto und hat enorme Probleme mit der Balance.
Auch wenn Verstappen durchaus als einer der größten Fahrer aller Zeiten diskutiert werden darf, braucht auch er ein Auto, das auf lange Sicht zumindest in Reichweite der Konkurrenz ist. Mit Blick auf diese zwei letzten Wochen lässt sich sagen, dass Red Bull fast schon im Mittelfeld angekommen ist. In der Rangliste stehen sie nur auf Platz fünf, hinter Haas.
Mercedes und Ferrari sind vorne in ihrer ganz eigenen Liga, McLaren scheint vor allem Verlässlichkeitsprobleme zu haben, ist aber trotzdem als drittstärkste Kraft zu handeln und dahinter folgen die Fragezeichen. Denn auf der Strecke selbst hat sich Verstappen besonders mit Alpine und Haas duelliert.
Die einzig positive Nachricht für den österreichischen Rennstall ist, dass sie jetzt genug Zeit für die Entwicklung des Autos haben. Bis zum nächsten Grand Prix in Japan sind noch zwei Wochen hin, danach folgt, aufgrund der Absagen von Bahrain und Saudi-Arabien, eine vierwöchige Pause.
Ausstiegsklausel für Max Verstappen
Sollte sich in der Entwicklung allerdings nichts tun und der Red Bull leistungstechnisch in den nächsten Monaten weiterhin nur im oberen Mittelfeld anzutreffen sein, könnte es schon im Sommer zu einer Trennung zwischen Verstappen und dem Team kommen.
Denn auch in diesem Jahr gibt es eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, der noch bis 2028 gültig ist. Diese erlaubt es ihm, ablösefrei zu wechseln, oder das Team zu verlassen: Die Klausel tritt in Kraft, wenn Verstappen bis zur Sommerpause Ende Juli nicht mindestens auf Platz zwei in der Fahrer-WM steht.
Ob Verstappen von dieser Klausel wirklich Gebrauch machen würde, ist unsicher. Klar ist allerdings, dass der 28-Jährige schon länger sehr offen damit ist, dass er sich in den letzten Jahren seiner Formel-1-Karriere befindet. Für ihn kommen auch andere Rennserien infrage.
Schon im Mai wird der Niederländer beim 24-Stunden-Rennen an der Nordschleife mit einem GT3 an den Start gehen. Und das für Mercedes.
Titelfoto: Andy Wong/AP POOL/AP/dpa

