Suzuka (Japan) - Mercedes-Shootingstar Kimi Antonelli (19) hat durch seinen Sieg beim Grand Prix von Japan am Sonntag Formel-1-Geschichte geschrieben und die WM-Spitze übernommen. Mit 19 Jahren und 216 Tagen ist er jetzt der jüngste Führende aller Zeiten. Für einen Schreckmoment im Rennen sorgte jedoch der Crash von Oliver Bearman (20).
In Runde 22 verlor der Haas-Pilot die Kontrolle über seinen Boliden, als er bei der Anfahrt auf Kurve 13 über die linke Spur an Alpine-Fahrer Franco Colapinto (22) vorbeiziehen wollte.
Der 20-Jährige geriet dabei ins Gras und krachte anschließend heftig in die Streckenbegrenzung. Nach dem Einschlag konnte er zwar aussteigen, hatte jedoch sichtlich Probleme beim Gehen.
Gestützt von zwei Streckenposten und mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde er hinter die Auslaufzone gebracht, konnte sich kaum halten und ging dann zu Boden.
Das Team gab jedoch noch während des Rennens Entwarnung und erklärte via X, dass er sich "keine Knochenbrüche zugezogen" habe.
Nach Fehlstart: Safety-Car-Glück für Kimi Antonelli
Der Crash brachte das Safety Car auf die Strecke und verschaffte Pole-Setter Antonelli damit einen entscheidenden Vorteil.
Denn nach einem Fehlstart, der ihn zunächst auf Platz sechs zurückgeworfen hatte, profitierte er von einem günstig getimten Boxenstopp und übernahm die Führung.
Diese hielt er bis zum Ende des Rennens und gewann nach seinem F1-Debütsieg in China nun auch den Suzuka-GP, gefolgt von McLaren-Pilot Oscar Piastri (24) und Ferrari-Star Charles Leclerc.
Für Max Verstappen (beide 28) hingegen war es wieder ein Tag zum Vergessen: Nach einem erneuten Quali-Debakel am Vortag reichte es nur für Rang acht.