Oberlungwitz - Schwere Stürze, fliegende Maschinen - für Stefan Bradl (36) kommt die Drosselung der Motoren zur neuen MotoGP-Saison keinen Moment zu spät.
Es sei "jetzt höchste Eisenbahn", zu reagieren, so der Ex-Moto2-Weltmeister vorm Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring, "die große Änderung für nächstes Jahr, auf 850 Kubik runterzugehen, kann dem Ganzen helfen." In dieser Saison ist die Königsklasse noch mit 1000 ccm unterwegs.
"Man hat generell das Limit auf allen Strecken ausgereizt, weil die Bikes schneller geworden sind. Die aerodynamischen Flügel, die ganzen Devices, die verbaut sind, erlauben den Fahrern, unglaublich hohe Kurvengeschwindigkeiten zu fahren", so der 36-Jährige.
Viele Strecken, speziell in Europa, würden deshalb "einfach gar nicht mehr genug Sturzräume bieten".
Zuletzt waren der Spanier Alex Marquez (30, in Barcelona) und der Italiener Marco Bezzecchi (27, in Assen) heftig abgeflogen. Beide prallten nach ihren Stürzen beinahe in die Streckenbegrenzung.
Das ganze Problem sehe man "bei solchen Crashes", sagte Honda-Testfahrer Bradl. "Die Verletztenliste ist auch nicht ohne. Deshalb ist es jetzt absolut an der Zeit, zu reagieren."