Antholz (Italien) - "Der Auftakt war überragend, seitdem geht es schleppend voran", weiß Justus Strelow. "Wir müssen uns für die Staffel ordentlich zusammenreißen."
Der Hermsdorfer will am Dienstag (14.30 Uhr/ARD und Eurosport) nach Bronze im Mixed wieder mit dem Quartett zuschlagen.
Den Grundstein muss der 29-Jährige legen. Er ist wie so oft der Startläufer bei den Männern und eigentlich der treffsicherste Schütze.
Aber beim Sprint (23.) und dem Verfolger (30.) in Antholz spielte Strelow seine Stärke nicht aus, wirkte platt. Sogar so, dass im Verfolger am Sonntag ungewöhnliche drei Scheiben beim letzten Stehendanschlag stehen blieben.
Er verballerte damit so gut wie seine Chancen auf dem Massenstart-Platz. Derzeit ist der Sachse nur Nachrücker, wenn einer der 30 Qualifizierten am Freitag ausfällt.
Olympia 2026: Deutschlands Staffelläufer zeigen sich selbstbewusst
Deshalb gilt es, den vermeintlich letzten Olympia-Auftritt zu nutzen und David Zobel (29) als Zweiten aussichtsreich ins Rennen zu schicken. Danach folgen Philipp Nawrath (33) und Philipp Horn.
"Wir sind alle gute Staffelläufer, das haben wir schon oft genug bewiesen", sagte der 31-jährige Horn.
"Und ich glaube, das wissen auch alle anderen Nationen. Die anderen Jungs wissen, dass wir in der Staffel immer einen draufsetzen können. Wir kämpfen da jetzt genau wie letztes Jahr und zeigen denen, dass wir es können. Und dann wollen wir in der Staffel auf dem Podium stehen."
Vor vier Jahren verpasste das deutsche Quartett in Peking die Medaille, 2018 hatte es in Pyeongchang Bronze gegeben. Genau wie bei der WM 2025. Die Favoriten sind heute klar Frankreich und Norwegen, dahinter wird's spannend.