Deutscher Olympia-Sieger drückt Bundeskanzler Merz am Handy weg

Cortina d'Ampezzo (Italien) - Kann ja mal passieren: Bundeskanzler Friedrich Merz (70) wollte Rodel-König Max Langenhan (26) nach dessen Olympiasieg persönlich am Telefon gratulieren. Daraus wurde jedoch nichts, weil der 26-Jährige ihn kurzerhand wegdrückte.

Ungewollt drückte der Rodel-Star Max Langenhan (26) den Merz-Anruf weg.
Ungewollt drückte der Rodel-Star Max Langenhan (26) den Merz-Anruf weg.  © Michael Kappeler/dpa

"Mir ist ein kleiner Fauxpas passiert, muss ich ehrlich sein. Ich hatte eine kurze Nacht, muss man ehrlich sein, nur um das jetzt noch mal ... Also, das verschönert nichts", erklärte der Thüringer zu Beginn eines kurzen Instagram-Videos, das ihn gemeinsam mit seinem Team zeigt.

In den frühen Morgenstunden wartete er auf sein Shuttle, als plötzlich eine unbekannte Nummer auf dem Display erschien. Zeitgleich schaute er sich nach eigener Aussage "ein cooles Video von den Geissens" an.

Da die Nummer nicht gespeichert war, wischte er den Anruf weg. Der Gedanke, dass es sich um einen ganz besonderen Gesprächspartner handeln könnte, kam ihm in diesem Augenblick offenbar nicht.

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Erst mit etwas Abstand wurde ihm dann allerdings klar, welche prominente Stimme er unbeabsichtigt weggedrückt hatte.

Rodel-Star Langenhan hofft auf Merz-Anruf

Der 26-Jährige hatte Kanzler Friedrich Merz (70) vom Display verschwinden lassen.
Der 26-Jährige hatte Kanzler Friedrich Merz (70) vom Display verschwinden lassen.  © Bernd Thissen/dpa

"Und ich habe mir eins geschworen, ich gehe nicht an die Nummer ran, habe mich riesig gefreut, habe den Anruf weggewischt. Hat sich herausgestellt, es war Friedrich Merz", gestand der Rodel-Weltmeister unter dem Gelächter seiner Teamkollegen, darunter Julia Taubitz (29) und Tobias Wendl (38).

"Es tut mir sehr leid. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Tagen noch einmal, zu telefonieren. Ich bin auf alle Fälle stolz", richtete er abschließend seine Entschuldigung an Merz, der ihm bereits nach seinem Einsitzer-Triumph im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo in den sozialen Netzwerken gratuliert hatte.

Mit 0,596 Sekunden Vorsprung auf Jonas Müller (28) aus Österreich sicherte sich Langenhan am vergangenen Sonntag den Sieg und damit zugleich auch Deutschlands erstes Gold bei den Winterspielen 2026.

Titelfoto: Fotomontage:Michael Kappeler/dpa,Bernd Thissen/dpa

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