Lausanne (Schweiz) - Man hatte es kommen sehen, nun ist es offiziell: Die Nordische Kombination verliert ihren Platz im olympischen Programm.
Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) im schweizerischen Lausanne bekannt gab, zählt die Mischung aus Skispringen und Skilanglauf bei den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen nicht mehr dazu.
Als Hauptgrund für das Aus nach mehr als 100 Jahren seit der Winterspiel-Premiere 1924 verwies man auf das seit Jahren schwindende Popularität der Sportart.
"Hinsichtlich der meisten Beliebtheitsindikatoren belegte die Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022 und Mailand-Cortina 2026 den letzten Platz unter allen Disziplinen. Bei den jüngsten Olympischen Winterspielen rangierte sie bei elf der 14 untersuchten Beliebtheitsindikatoren auf dem letzten Platz", teilte das IOC am Dienstag mit.
Außerdem fehle es an internationaler Breite. Bei den vergangenen vier Winterspielen hatten lediglich fünf verschiedene Nationen Edelmetall gewonnen.
Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) zeigt sich enttäuscht über Entscheidung
Die NoKo muss somit einen schweren Rückschlag hinnehmen. Lange waren Athleten und Verbände darum bemüht gewesen, die Disziplin vor dem Aus zu bewahren. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte sich für den Verbleib starkgemacht, am Ende jedoch vergebens. Entsprechend groß ist dort nun das Bedauern.
"Ich teile die Enttäuschung der Athletinnen und Athleten, die über Jahre mit großer Disziplin, Leidenschaft und Entbehrung auf die Verwirklichung ihres olympischen Traums hingearbeitet haben und nun zunächst mit dieser Entscheidung leben müssen", erklärte DOSB-Präsident Thomas Weikert (64).
"Zugleich müssen wir anerkennen, dass das IOC das olympische Programm im Sinne zukunftsfester Spiele an veränderte Rahmenbedingungen anpassen muss."