Herrmann lobt Leistungen bayerischer Athleten bei Olympia
Von Angelika Resenhoeft und Marco Schimpfhauser
München - Die gesamtdeutsche Bilanz ist ernüchternd, die bayerische weniger: Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (69, CSU) spricht von großartigen Leistungen der Athletinnen und Athleten aus dem Freistaat bei den Olympischen Winterspielen.
"Besonders freuen mich die Erfolge der Sportlerinnen und Sportler aus der Spitzensportfördergruppe der bayerischen Polizei", sagte er zum Ende der Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Deutschland beendet die Olympischen Winterspiele auf dem fünften Platz im Medaillenspiegel und hat den angestrebten dritten Rang verfehlt.
Die Athletinnen und Athleten des deutschen Teams holten achtmal Gold, zehnmal Silber und achtmal Bronze.
Die insgesamt 26 Medaillen bedeuten einmal weniger Edelmetall als noch bei den vorigen Winterspielen 2022 in Peking.
Damals hatte Deutschland mit zwölfmal Gold hinter Norwegen noch den zweiten Platz im Medaillenspiegel erreicht.
An den Winterspielen hätten 82 bayerische Athletinnen und Athleten teilgenommen, darunter 9 Sportler der bayerischen Polizei.
Scheitert ein noch höherer Erfolg an der finanziellen Förderung?
In einigen Disziplinen seien die Erwartungen aber nicht erfüllt worden, sagte Herrmann. Daher müsse die Spitzensportförderung in Deutschland zukunftsorientiert weiterentwickelt werden.
In den sozialen Netzwerken haben zahlreiche Athleten bereits öffentlich gemacht, wie wenig man im Vergleich zu vielen anderen Nationen in Deutschland an finanzieller Würdigung und Unterstützung erhalte.
Bezahlt wird diese auch nicht vom Staat, sondern über private Spenden von der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Und die Prämie gibt es auch nur für die beste Medaille – auch wenn man mehrere gewinnen sollte.
"Es wird jeweils der höchste Medaillenerfolg eines Athleten bzw. einer Athletin prämiert", heißt es auf der Internetseite der Sporthilfe.
Erst seit diesem Jahr steuerfrei erhält man für die nur alle vier Jahre überhaupt mögliche Goldmedaille 30.000 Euro, für Silber 20.000 und Bronze 10.000 Euro. Zum Vergleich: Singapur zahlt für Gold bis zu einer Million Dollar, Italien 180.000 Euro.
Doch wie gesagt: nur eine Medaille pro Sportler wird prämiert. Je Bundesland kann es auch weitere Prämien geben.
Titelfoto: Montage: Felix Hörhager/dpa + Michael Kappeler/dpa

