Im Fiat Panda zu Olympia: Das steckt hinter der Aktion von Biathlet Michael Rösch
Dresden - Es ist eine dieser Geschichten, die nur der Sport schreibt: Michael Rösch (41), Biathlon-Olympiasieger von 2006, startet 20 Jahre nach seinem Goldlauf zu einer ganz besonderen Reise Richtung Olympische Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina. Nicht im Flieger, nicht im Luxusauto – sondern in einem Fiat Panda.
"Irgendwie war das so eine Schnapsidee", sagt Rösch lachend. "Als kleines Kind fand ich Fiat schon immer geil – das war mein Traumauto."
Der Anlass ist emotional: sein 20-jähriges Olympia-Jubiläum. "Da dachte ich mir: Warum nicht mit so einer geilen Kiste runterfahren und dazu noch etwas für den guten Zweck machen?"
Aus der Idee wurde schnell ein Herzensprojekt. Kumpel Philipp Auerswald war sofort dabei, ein weiterer Freund, Christoph Herbrich vom V8-Werk Pirna, besorgte kurzerhand das Auto.
Der Fiat wird nun zum rollenden Spendenmobil. Ziel der Aktion: Geld sammeln, damit geistig behinderte Sportlerinnen und Sportler aus Dresden zu den Special Olympics Nationalen Spielen 2026 reisen können.
Das Event gilt als größtes inklusives Multisport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland.
Auto soll mit Gesichtern foliert werden
Das Spendenziel entstand gemeinsam mit der Stiftung Lichtblick Dresden und dem Lebenshilfe Dresden e. V. Besonders charmant: Jeder kann mitfahren.
"Wer mindestens zehn Euro spendet, kann mir ein Foto schicken und das wird dann mit auf das Auto foliert", erklärt der Olympiasieger. So rollt der Fiat nicht allein nach Italien, sondern, wie er hofft, mit Hunderten Gesichtern im Gepäck.
Ab dem 26. Januar wird der Fiat foliert, auch Sponsorenflächen sind noch frei. "Ich hoffe, dass die Bude ein bisschen Aufmerksamkeit erregt", sagt Rösch. Am 1. Februar soll es dann losgehen – rund 800 Kilometer bis Antholz, das dauert. "Der fährt ja nicht mehr als 100 oder 125 – das wird schon ein paar Stunden dauern", grinst er.
Hier kann gespendet werden: www.gofundme.com/f/komm-fahr-mit-mir-im-4x4
Titelfoto: Montage: picture alliance / Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa, privat

