Mittagessen eine Qual, aber das Schießen top: Erste Medaille im ersten Rennen für Strelow

Antholz (Italien) - Justus Strelow (29) wusste, worauf es ankam. "Dass man sein Tempo läuft. Nicht an den kurzen, harten Anstiegen übertreibt", um dann beim Schießen genügend Luft zu haben. Mit seinen treffsicheren Schnellfeuereinlagen legte der Hermsdorfer den Grundstein für Bronze der deutschen Mixed-Staffel in Antholz.

Justus Strelow (29, l.) lief ein überragendes Rennen zum Auftakt in Antholz.
Justus Strelow (29, l.) lief ein überragendes Rennen zum Auftakt in Antholz.  © dpa/Hendrik Schmidt

Die dünne Luft auf 1600 Metern Höhe machte dem 29-Jährigen nicht zu schaffen. Es war eher die Aufregung vor seinem ersten Olympia-Start: "Der ganze Tag ist nicht angenehm. Es ging schon beim Frühstück los. Es ging nicht so gut runter, dass Mittagessen war auch eine Qual."

Sein Schießen hingegen allererste Sahne. In 19 Sekunden ballerte er die fünf Liegend-Scheiben um, stehend brauchte der Sachse vier Sekunden mehr - saugeil. Startläufer Strelow schickte die DSV-Auswahl in Schlagdistanz auf Gold weiter auf die Reise.

Philipp Nawrath (32) machte es ihm nach und blieb ebenfalls fehlerfrei am Schießstand. Als Vanessa Voigt (28) ebenfalls alle zehn Scheiben ohne Nachlager traf und Franziska Preuß (31) als Dritte auf die Reise als Schlussläuferin schickte, roch es nach einer Medaille.

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Für die Münchnerin ging's zusammen mit Norwegen und Italien auf die Schlussstrecke. Nur Frankreich lag 18 Sekunden voraus.

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Was für eine Freude: Franziska Preuß (31, h.v.l.), Vanessa Voigt (28), Philipp Nawrath (32) und Justus Strelow wurden gebührend vom Team gefeiert.
Was für eine Freude: Franziska Preuß (31, h.v.l.), Vanessa Voigt (28), Philipp Nawrath (32) und Justus Strelow wurden gebührend vom Team gefeiert.  © dpa/Hendrik Schmidt

Beim letzten Schießen zeigte die Gesamtweltcupsiegerin Nerven. Sie rettete sich aber aufs Treppchen trotz Strafrunde, da sich Norwegen parallel gar zwei Strafrunden leistete. Italien schnappte sich Silber.

Die Medaille bedeute "echt viel" und sei "sehr besonders", da falle "sehr viel ab", sagte Preuß. "Die drei vor mir haben einen grandiosen Job gemacht. Das hat uns gerettet. Mein Stehendschießen war nicht das Gelbe vom Ei."

Es sei "unfassbar schön", berichtete Voigt, der immer wieder die Tränen kamen: "Mir fehlen gerade echt die Worte, ich bin superstolz." Es sei vor gut 18.000 Zuschauern "echt Heimweltcup-Atmosphäre" gewesen, schwärmte Strelow bei seinem Happy End: "So habe ich mir meine Olympia-Premiere vorgestellt."

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Titelfoto: Bildmontage: dpa/Hendrik Schmidt (2)

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