Bei minus 12 Grad: Wachmann stirbt während Nachtschicht an Olympia-Eishalle

Von Christian Hollmann

Mailand (Italien) - Ein Wachmann auf einer Baustelle nahe einer Sportstätte der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina ist italienischen Medienberichten zufolge während einer Schicht ums Leben gekommen.

Die Olympischen Winterspiele 2026 werden in Mailand-Cortina ausgetragen.  © Luca Bruno/AP/dpa

Wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete, starb der 55 Jahre alte Mann in der Nacht auf vergangenen Donnerstag bei seinem Dienst an der Eishalle von Cortina.

In jener Nacht fielen die Temperaturen in dem Skiort auf minus zwölf Grad. Dem Mann aus Süditalien stand den Berichten zufolge während seiner Schichten nur eine kleine Pförtnerloge mit einem kleinen Heizgerät zur Verfügung. Alle paar Stunden sollte er demnach im Außenbereich nach dem Rechten sehen.

In der besagten Nacht habe der Mann über Unwohlsein geklagt und Arbeitskollegen verständigt. Diese wählten den Notruf. Die Rettungskräfte fanden ihn letztlich leblos vor, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

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Italiens Infrastrukturminister Matteo Salvini (52) zeigte sich nach dem Vorfall "zutiefst betroffen" und forderte eine umfassende Untersuchung der Umstände des Todes, wie es in einer Mitteilung hieß.

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Die für die Winterspiele zuständige Baugesellschaft Simico schloss sich der Anteilnahme an, betonte jedoch, der Mann habe an einer nicht von ihr betreuten Baustelle seinen Dienst geleistet.

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