Von Lawine mitgerissen: Olympischer Bronze-Gewinner (†50) tödlich verunglückt

Thun (Schweiz) - Die Schweiz trauert um Ueli Kestenholz. Der Snowboarder und Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Winterspielen 1998 ist im Alter von 50 Jahren bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen.

Ueli Kestenholz 2002 beim ISF-Weltcup in Österreich.  © IMAGO / Eisend

Das berichtet die Berner Zeitung unter Berufung auf Informationen aus dem Freundeskreis des langjährigen Extremsportlers.

Demnach war der gebürtige Thuner mit einem Skifahrer im Löschental an der Ostflanke vom Hockuchriz unterwegs, als sich auf rund 2400 Metern eine Lawine löste und ihn mitriss.

Wie die Kantonpolizei Wallis vermeldete, konnte sich der Skifahrer selbst in Sicherheit bringen, während sein Begleiter, bei dem es sich um Kestenholz handeln soll, verschüttet wurde.

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Die Einsatzkräfte bargen ihn anschließend mithilfe von drei Helikoptern und brachten ihn ins Krankenhaus nach Visp. Später sei der Snowboarder noch in die Klinik nach Sitten geflogen worden, aber die Ärzte konnten ihn nicht mehr retten.

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Kestenholz galt als Pionier des Snowboard-Sports und feierte seinen größten Erfolg, als er es 1998 bei den Winterspielen im japanischen Nagano im Riesenslalom aufs Treppchen schaffte. Daneben konnte er auch auf starke Leistungen im ISF-Weltcup sowie der Weltmeisterschaft und den X-Games zurückblicken. Nach seinen dritten Spielen 2006 in Turin beendete er seine sportliche Karriere.

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