"Titan-Gitter in der Augenhöhle": Olympia-Eisläuferin lüftet Narben-Geheimnis nach Kufenschnitt
Warschau (Polen) - Lange verborgen, nun sichtbar: Gut einen Monat nach ihrem üblen Sturz bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo und Mailand hat Kamila Sellier (25) die Spuren ihres Kufen-Cuts gezeigt.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Diané (24), ebenfalls Shorttrack-Profi, sprach die Eisschnellläuferin in der Montagsausgabe der polnischen TV-Sendung "Dzień Dobry TVN" unter anderem über die Folgen ihrer Verletzung.
Im Fokus stand dabei aber vor allem die Gesichtsnarbe, die zuvor noch auf Social Media wohl bewusst verborgen geblieben war.
Seit Ende Februar zeigte die 25-Jährige auf ihrer offiziellen Instagram-Seite nämlich nur die unversehrte Gesichtshälfte.
Erst vor wenigen Tagen erlaubte ein Posting einen Blick auf die Narbe, in einem kurzen Clip war sie jedoch nur aus der Distanz zu erkennen.
Endgültig gelüftet wurde das Geheimnis nun mit dem Gastauftritt im heimischen Fernsehen.
Nach Olympia-Sturz: Kamila Sellier hat mit Folgen zu kämpfen
Die Verletzung hatte sich Sellier im Olympia-Viertelfinale über 1500 Meter zugezogen, als sie bei einem unglücklichen Sturz von der hinteren Kufenkante der noch laufenden US-Amerikanerin Kristen Santos-Griswold (31) unter dem linken Auge getroffen wurde.
Dabei stellten Ärzte damals eine Fraktur fest, die eine Operation notwendig machte: "Ich habe ein Titan-Gitter in der Augenhöhle unter meinem Auge", erklärte Sellier und fügte hinzu, dass ihre Sehkraft im Alltag noch Probleme bereite.
"Wenn ich jetzt nach oben und manchmal auch nach unten schaue, sehe ich doppelt", gestand sie. Aus diesem Grund musste die junge Blondine auf die Weltmeisterschaften in Montreal verzichten und die Saison vorzeitig beenden.
Trotz allem gibt sie sich kämpferisch: "Es war ein schwerer Unfall, aber ich versuche, positiv zu bleiben - vor allem, weil ich so großartige Menschen um mich habe", so Sellier.
"Meine ganze Familie steht hinter mir, aber auch Menschen auf der ganzen Welt. Ich habe so viele positive Nachrichten erhalten."
Titelfoto: Fotomontage:Screenshot/Instagram, kamila_sellier, Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

