Wollte das deutsche Team die Toilette nicht teilen? Olympia-Zoff nach Eishockey-Match!
Mailand (Italien) - Schwedens Eishockey-Frauen haben das Auftaktspiel in der Olympia-Vorrunde gegen Deutschland klar für sich entschieden. Doch nach dem 4:1-Erfolg am Mittwoch sorgt bei den Skandinavierinnen weniger das Sportliche für Gesprächsstoff, sondern vielmehr der Ärger rund um die Klos und das Verhalten der DEB-Mannschaft.
Offenbar soll das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod (54) den Schwedinnen die Nutzung des eigenen Kabinen-WCs verweigert haben.
"Wir wollten eigentlich gerne ihre Toilette benutzen. Ich glaube, wir hätten ihnen unsere Toilette zur Verfügung gestellt, wenn es umgekehrt gewesen wäre, aber sie haben es nicht getan", erklärte Anna Kjellbin (31) nach dem Spiel in der provisorisch errichteten Eishalle auf dem Mailänder Messegelände laut "Aftonbladet".
Grund hierfür seien nach Angaben des Fernsehsenders "TV4" überflutete Klos in der schwedischen Umkleide gewesen. Dies habe die Spielerinnen dazu veranlasst, um die Nutzung der deutschen Kabine zu bitten, was jedoch abgelehnt worden sei.
"Das hat uns tatsächlich ein bisschen wütend gemacht", ergänzte Kjellbin. "Ich habe sowohl nach dem Aufwärmen auf dem Eis als auch nach dem ersten Drittel meine Schritte gemacht. Ich musste zusammen mit einigen anderen den ganzen Weg zur anderen Seite laufen."
Toiletten-Ärger? Eishockey-Bund (DEB) äußert sich bisher nicht
Ob Kjellbin' Darstellung den Tatsachen wirklich so entspricht, ist noch unklar. Keiner der beiden Teams hat hierzu nämlich bisher Stellung genommen. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) äußerte sich auf TAG24-Nachfrage bislang nicht.
Wenn die Vorwürfe aber doch stimmen sollten, könnte die Angst vor einer Ansteckung ausschlaggebend gewesen sein. Denn mehrere Spielerinnen des finnischen Teams sind am Norovirus erkrankt, befinden sich in Isolation.
Das für heute um 21 Uhr geplante Spiel wurde auf den kommenden Donnerstag verschoben. Das könnte auch erklären, warum Deutschland die Toilette wohl nicht teilen wollte.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa
