Da sind ihm wohl die Pferde durchgegangen: "Borat" bangt um Olympia!

Sydney (Australien) - Dreimal durfte sich der australische Reit-Star Shane Rose (50) bei den Olympischen Spielen schon eine Medaille umhängen, seine Teilnahme bei Paris 2024 hängt nun aber am seidenen Faden. Ein freizügiges Kostüm könnte dem Sportler zum Verhängnis werden.

Reiter Shane Rose (50) schaffte es bei den Olympischen Spielen 2008, 2016 und 2020 aufs Treppchen.
Reiter Shane Rose (50) schaffte es bei den Olympischen Spielen 2008, 2016 und 2020 aufs Treppchen.  © Yuki IWAMURA / AFP

Der australische Reitverband hat nämlich eine Untersuchung gegen den 50-Jährigen eingeleitet, wie der Sydney Morning Herald berichtet.

Auslöser der Maßnahme war ein skurriler Auftritt des Athleten bei der Wallaby Hill Extravaganza, einem Showturnier im kleinen Down-Under-Ort Robertson. Dort ließ sich der olympische Silbermedaillen-Gewinner von 2020 nämlich gleich in drei ausgefallenen Verkleidungen blicken.

Rose schwang sich als Gorilla, als Bier-Superheld angelehnt an die Werbefigur Duffman aus der Serie "The Simspons" und im sogenannten "Mankini" aufs Pferd. Der knappe Bade-Einteiler wurde vor allem durch die Kunstfigur "Borat" und die gleichnamigen Filme des britischen Komikers Sacha Baron Cohen (52) berühmt.

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Allerdings waren bei der Veranstaltung demnach auch zahlreiche Kinder anwesend, weshalb beim Verband sowie den beiden Behörden "Sports Integrity Australia" und der "Australian Sports Commission" in der Folge eine Beschwerde eingegangen sei.

"Wie jeder Athlet ist Shane an die Verhaltensmaßgaben und die Athletenvereinbarung gebunden. Wir sind verpflichtet, auf die Beschwerden einzugehen, und prüfen die Angelegenheit", hieß es anschließend im Statement des Reitverbands.

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Shane Rose entschuldigt sich und hofft auf ein mildes Urteil

In Tokio gewann Shane Rose (50) mit dem australischen Team die Silbermedaille in der Vielseitigkeit-Disziplin.
In Tokio gewann Shane Rose (50) mit dem australischen Team die Silbermedaille in der Vielseitigkeit-Disziplin.  © Friso Gentsch/dpa

Im schlimmsten Fall droht Rose nun eine Sperre, die seine Berufung ins australische Reitteam für die Spiele 2024 in Paris gefährden könnte.

"Shane wurde bislang weder suspendiert noch mit anderen Sanktionen belegt. Wie üblich wurde er aber für die Dauer der Überprüfung vom Wettkampf aufgeschlossen", erklärte Verbandschef Darren Gocher in der Mitteilung.

Der Reit-Star selbst zeigte sich inzwischen reumütig: "Es tut mir wirklich leid, wenn ich damit jemanden beleidigt habe", schrieb Rose auf Facebook.

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Gegenüber dem Herald ordnete er die Aktion allerdings auch ein: "Mit ein bisschen Glück wird das alles in ein paar Tagen nur noch ein Witz sein und wir können weitermachen."

"Ich habe ein Kostüm getragen, das man in einem Vergnügungspark oder am Strand sehen kann, möglicherweise hat es noch niemand auf einem Pferd gemacht, aber das war's", so der Athlet.

Er hofft, dass die Untersuchung zügig und wohlwollend abläuft, damit er seinen "Weg zu den Olympischen Spielen fortsetzen" kann.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/shane.rose.eventing

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