Klassiker-Sieg mit Folgen? Rad-Superstar droht jetzt der Führerschein-Entzug!

Wichelen (Belgien) - Zum dritten Mal entschied Radsport-Superstar Tadej Pogačar (27) am Sonntag die Flandern-Rundfahrt für sich. Dieses Mal jedoch könnte das Rennen Konsequenzen für den slowenischen Seriensieger haben: Ein Regelverstoß könnte gar mit einem kurzzeitigen Führerscheinentzug bestraft werden!

Tadej Pogačar (27) entschied das Radsport-Monument in Belgien bereits zum dritten Mal für sich. Jetzt drohen ihm allerdings rechtliche Konsequenzen.
Tadej Pogačar (27) entschied das Radsport-Monument in Belgien bereits zum dritten Mal für sich. Jetzt drohen ihm allerdings rechtliche Konsequenzen.  © Pool Nico Vereecken/Belga Pool/dpa

Nach etwa 65 der 278 zu absolvierenden Kilometern wurde die Strecke von einem Bahnübergang gekreuzt. Auch wenn das Warnlicht bereits auf Rot stand, überquerten der viermalige Tour-de-France-Sieger Pogačar, Olympiasieger Remco Evenepoel (26) sowie zahlreiche weitere Fahrer noch die Schienen, ein großer Teil des Pelotons blieb hinter den sich senkenden Bahnschranken zurück.

Einen Bahnübergang zu überqueren, während die Ampel bereits Rot zeigt, ist jedoch ein schwerer Regelverstoß, der für die Fahrer nun sogar rechtliche Folgen haben könnte.

Laut VRT News plane die Staatsanwaltschaft Ostflandern, rechtliche Schritte gegen die Verkehrssünder der Flandern-Rundfahrt einzuleiten.

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Demnach sollen alle betroffenen Fahrer identifiziert und Anklage gegen sie erhoben werden. Ihnen droht dadurch eine Geldstrafe zwischen 400 und 5000 Euro, zudem ein Fahrverbot von mindestens acht Tagen!

Flandern-Rundfahrt: Betroffenen Fahrern droht wohl keine Disqualifikation

Pogačar wird seinen dritten Sieg nach 2023 und 2025 wohl behalten dürfen.
Pogačar wird seinen dritten Sieg nach 2023 und 2025 wohl behalten dürfen.  © Eric Lalmand/belga/dpa

Eigentlich hätte ein Rotlichtverstoß in einem Radrennen gar die Disqualifikation zur Folge haben müssen, angesichts der großen Anzahl an Fahrern, die den Bahnübergang noch überquerten, sowie der hektischen Situation kam es VRT News zufolge jedoch nicht dazu.

Wie Het Laatste Nieuws berichtete, hätte der Radsport-Weltverband UCI bereits während des Manövers eingreifen können, entschied sich jedoch dagegen, um keinen Sportler zu gefährden. Ein gescheitertes Bremsmanöver mit Sturz auf den Gleisen hätte schließlich schwerwiegende Folgen haben können.

"Die Verkehrsregeln sind da ganz eindeutig: Bei Rot muss man anhalten. Das gilt auch bei Radrennen", zeigte sich Frédéric Petit, ein Sprecher der belgischen Bahn, besonders angesichts der Vorbildfunktion der Sportler enttäuscht.

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"Eineinhalb Millionen Flamen schauen das Rennen. Es ist natürlich ein sehr schlechtes Beispiel, wenn Fahrer ein solches Signal ignorieren, insbesondere da wir zahlreiche Aufklärungskampagnen zur Sicherheit an Bahnübergängen durchführen."

Titelfoto: Pool Nico Vereecken/Belga Pool/dpa

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