Siff-Alarm bei der Tour de France! So eklig werden die Radstars untergebracht
Saint-Jacques-des-Blats (Frankreich) - Bei der Tour de France duellieren sich aktuell wieder die weltbesten Radsportler um Trikots und Etappensiege. Abseits der Rennstrecke muss man allerdings lange nach der Weltklasse suchen, die die Profis angesichts ihrer sportlichen Höchstleistungen verdient hätten …
Denn manche der Unterkünfte, in denen die Fahrer zwischen den Etappen untergebracht sind, sind in etwa so fernab von luxuriös wie die Leistung eines Durchschnittsradfahrers von Dominator Tadej Pogačar (27).
Auf Instagram teilten gleich mehrere Sportler von Team Uno-X Mobility ihren Frust über die Unterbringung.
Magnus Cort Nielsen (33) dokumentiert auf seinem Profil die Quartiere, in denen seine Mannschaft untergebracht ist. Das Village Montanha Appart’Hotel Lioran in Saint-Jacques-des-Blats, in dem das Team von Sonntag bis Dienstag abstieg, erhielt von ihm gerade mal einen von sieben möglichen Sternen.
"Die Aussicht ist fantastisch und von außen sieht es recht ansprechend aus. Aber in Wirklichkeit gehört es zu den schlimmsten Unterkünften, in denen ich je übernachtet habe", schrieb der 33-Jährige: "Es war schmutzig, es gab keine Klimaanlage und kein WLAN. Es war sehr abgenutzt, mit vielen kaputten Dingen wie dem Toilettenpapierhalter und dem Duschkopf."
Zum Beweis lud der Däne eine Reihe an Bildern hoch, die unter anderem tote Insekten, Spinnweben, kaputte Steckdosen und unfassbar dreckige Schrankwände zeigen.
Tour de France: Johannessen-Brüder verlegen ihr Schlafzimmer auf den Balkon
Da am Montag Ruhetag war, mussten Cort Nielsen und seine Kollegen sogar zwei Nächte in der Unterkunft verbringen. Dabei war das noch nicht einmal die schlimmste Erfahrung, die sie machen mussten: Schon vor zwei Jahren waren sie in dem Hotel abgestiegen.
"Diesmal war es nicht komplett durchnässt, und es roch nur leicht nach Moder. Wir hatten sogar den Luxus von trockenem Toilettenpapier", kommentierte der Bergspezialist ironisch.
Auch Tobias Halland Johannessen (26) gab sich Mühe, die Situation mit Humor zu nehmen: Gemeinsam mit Zwillingsbruder Anders verlegte er sein Schlafzimmer kurzerhand auf den Balkon.
"Improvisieren, anpassen, überwinden", schrieb der Norweger zu einem Video, in dem die Betten der beiden Brüder unter freiem Himmel mit einer fantastischen Aussicht zu sehen sind.
"Drinnen: fragwürdig, draußen: wirklich schön", lautete sein Fazit - die nächsten Unterkünfte sind dann hoffentlich auch im Innenbereich wieder nutzbar.
Titelfoto: Bildmontage: MARCO BERTORELLO / AFP, Screenshot/Instagram/@magnuscort (3)

