Klopp bestätigt Red-Bull-Lösung: Am Freitag soll er als Bundestrainer vorgestellt werden
Frankfurt am Main - Ist nur die Tinte noch nicht trocken? Jürgen Klopp wird wohl neuer Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Alle Seiten sollen sich inzwischen geeinigt haben, die offizielle Vorstellung des 59-Jährigen geht einem Bericht zufolge bereits am kommenden Freitag über die Bühne. Sein Berater grätschte zwar noch einmal dazwischen, später bestätigte der gebürtige Stuttgarter die Meldungen aber zumindest teilweise.
Marc Kosicke dementierte nämlich am Sonntagnachmittag noch eine vollständige Einigung zwischen Klopps bisherigem Arbeitgeber Red Bull und der Wunschlösung des DFB auf SID-Nachfrage.
Während der Übertragung des WM-Finals bei MagentaTV sagte der Dortmunder Meistertrainer dann aber: "Ich habe eine Einigung mit RB gefunden, eine großzügige Regelung." Nur mit dem DFB sei noch nichts final, aber "die Gespräche liefen und alles geht in die richtige Richtung", so Klopp.
Zuvor hatte "Sky Sport" exklusiv berichtet, dass sich Klopp und Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50) am Samstag über alle nötigen Rahmenbedingungen seines Ausscheidens beim Brausekonzern verständigt hätten. Demzufolge sei auch mit dem DFB schon alles klar.
Laut "Bild" lässt das österreichische Unternehmen seinen eigentlich noch bis 2029 gebundenen "Global Head of Soccer" sogar ohne Bedingungen ziehen.
Eine Millionenablöse soll im Zuge der Verhandlungen bereits schnell vom Tisch gewesen sein, der Übungsleiter bleibe dem RB-Konglomerat nach Informationen des Blattes aber auch nicht als Markenbotschafter oder in beratender Funktion erhalten.
Wird Jürgen Klopp am Freitag vom DFB vorgestellt?
Zu Wochenbeginn müssen demnach nur noch letzte Details zwischen dem gebürtigen Stuttgarter, seinen Sponsoren und dem Verband geklärt werden.
Nach seinem TV-Einsatz beim WM-Endspiel in den USA soll der langjährige Liverpool-Coach laut den Berichten am Freitag in Frankfurt einen Vertrag bis 2030 unterschreiben und umgehend präsentiert werden.
An einem Engagement des Dortmunder Meistertrainers beim DFB bestanden zuletzt ohnehin nur noch wenig Zweifel, allerdings avancierte sein Job bei Red Bull immer mehr zum Knackpunkt der Verhandlungen. Eine zwischenzeitlich angeblich im Raum stehende Doppelfunktion als Bundestrainer und Markenbotschafter für den Getränkehersteller hatte für Kritik gesorgt.
Erstmeldung von 15.57 Uhr, zuletzt aktualisiert 19.07 Uhr.
Titelfoto: Tom Weller/dpa
