Jürgen Klopp sagt Ja! "Ich bin bereit" für den Job als Bundestrainer
Frankfurt am Main - Nach dem bitteren WM-K.-o. gegen Paraguay hat Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) seinen Rücktritt eingereicht. Lange soll die deutsche Nationalmannschaft aber nicht ohne Trainer dastehen, es werden bereits Gespräche mit Jürgen Klopp (59) geführt. Jetzt äußert sich der designierte Nagelsmann-Nachfolger erstmals selbst zu seiner potenziellen neuen Rolle.
"Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit", schürte der 59-Jährige in der Nacht zu Samstag bei MagentaTV, für das er bei der WM als Experte arbeitet, Hoffnungen bei allen, die ihn gerne als Bundestrainer sehen wollen.
"Julian ist zurückgetreten und der DFB kümmert sich um eine Nachfolgeregelung und ist in dem Zuge dieser Gedanken, die sie sich gemacht haben, auf mich zugekommen", bestätigte der langjährige Liverpool-Coach.
In einem ungewöhnlichen Schritt hatte der DFB das bereits selbst verkündet und in der Abschieds-Pressemitteilung für Nagelsmann geschrieben, dass man das Gespräch mit Klopp suchen werde und dieser auch schon seine Bereitschaft signalisiert habe.
Ganz so leicht scheint die Sache aber nicht zu sein, wie der gebürtige Stuttgarter klarmachte.
Zunächst einmal brauche es "Zeit", bis er wirklich seine Unterschrift unter einen DFB-Vertrag setzen könne, erklärte "Kloppo", der noch bis 2029 als "Head of Soccer" bei Red Bull angestellt ist. Schließlich müsse er erst eine Regelung mit dem österreichischen Getränkeriesen finden, auch wenn bereits Kontakt mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (50) da sei.
Es sei natürlich so, dass "Red Bull der Sache zustimmen muss und ich glaube, auch zustimmen wird in Person von Oliver Mintzlaff. Aber das wäre jetzt ein bisschen vorgegriffen", sagte der zweifache BVB-Meistertrainer bei ServusTV. Die Stelle bei Red Bull sei etwas, was er nicht gerne aufgebe, dennoch sei die Aufgabe als Bundestrainer "sehr, sehr reizvoll".
Jürgen Klopp sieht deutschen Fußball an einem Wendepunkt
Doch nicht nur auf Red-Bull-Seite muss der 59-Jährige verhandeln, auch beim DFB will er sich trotz aller Begeisterung für den reizvollen Job nicht alles diktieren lassen.
"Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen", fuhr Klopp bei MagentaTV fort. "Der deutsche Fußball steht jetzt natürlich an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern", forderte er Handlungsspielraum ein.
Sollte er den nicht erhalten, ist auch ein Nein noch eine Option für den Coach: "Ob das am Ende dann ich sein werde oder wer auch immer das sein wird, das ändert nichts daran, dass die Veränderungen notwendig sind."
Titelfoto: Martin Rickett/PA Wire/dpa
