Allen Umständen zum Trotz: DSC-Coach Waibl hat den Titel-Masterplan!
Dresden - "Auch wenn die Umstände Scheiße und schwierig sind, wir müssen das irgendwie ziehen", spricht DSC-Coach Alex Waibl (58) vor dem zweiten Spiel der Finalserie gegen den VfB Suhl am Samstag (19 Uhr) in der ausverkauften Margon Arena Klartext. Denn entspannt hat sich die Situation im Kader der DSC-Schmetterlinge nicht. Im Gegenteil.
"Verbessert hat sich der Zustand von Patti noch nicht", verschob Waibl die Entscheidung über den Einsatz seiner Kapitänin Patricia Nestler (24) am Freitag auf unmittelbar vor die Partie. Zudem geht ein Infekt in der Mannschaft um, wie der 58-Jährige erklärte, ohne dabei genaue Namen zu nennen. Als Ausrede will er das aber keineswegs wissen. Für ihn zählt am Samstag nur der Sieg.
Ein Erfolg im Heimspiel gegen die Thüringerinnen ist gerade deswegen so wichtig, weil Suhl seinerseits bei einem Erfolg in Dresden bereits am Mittwoch Matchball in der "Best of Five"-Serie in der eigenen Wolfsgrube hat.
Geht es nach Waibl, sieht das Drehbuch aber ganz anders aus: "Wir gewinnen Samstag, wir gewinnen Mittwoch und machen dann am kommenden Wochenende eine Meisterfeier in Dresden. So ist der Plan."
Einen Einblick, wie sein Team das umsetzen kann, gab er auch: "Um sie unter Druck zu setzen, müssen wir besser verteidigen, etwas mehr in der Abwehr rausholen, etwas besser Block-Abwehr spielen. Wir brauchen mehr Punkte aus der eigenen Abwehr."
Aber nicht nur da gibt es im Vergleich zum ersten Duell Verbesserungs-Potenzial: Zwölf Fehler im Aufschlag leisteten, davon allein sieben im ersten Satz. "Wir müssen alles noch einen Ticken besser machen, dann haben wir eine gute Chance", ist sich Waibl sicher. Nicht nur, um am Samstag zu gewinnen. Sondern auch, um Meister zu werden.
Titelfoto: Bastian Frank
