DSC kann Finale klarmachen! Trotzdem tritt Waibl auf die Euphoriebremse
Dresden - Was war das für ein wilder Schlagabtausch? Während die meisten noch Eier suchten, rangen die DSC-Schmetterlinge über fünf intensive Runden und insgesamt 127 Minuten Hauptrundensieger Stuttgart nieder. Am Mittwoch können die Elbestädterinnen (19 Uhr) vor den eigenen Fans das Finale klarmachen.
Den Beweis dafür, dass in der "Best of Three"-Serie zwischen beiden Teams, die sich zum vierten Mal hintereinander im Halbfinale duellieren, alles möglich ist, lieferte bereits die Partie am Ostersonntag.
"Im Tiebreak haben wir bei 8:6 die Kontrolle", fand Alex Waibl (58): "Und dann machen sie vier Punkte in Folge aufgrund schwacher Annahmen von uns. Da war das Spiel eigentlich schon weg."
Stuttgart kam zurück, setzte sich ab und hatte sogar drei Matchbälle.
"Wir haben nie aufgegeben, sind immer dran geblieben und haben immer versucht, irgendwie noch was draufzupacken. Am Ende dann vielleicht mit dem Quäntchen Glück, aber vor allem mit der Entschlossenheit, die du dann brauchst", sagte der 58-Jährige stolz.
DSC Volley: Dresden hat nun zwei Matchball-Spiele
Großen Anteil am Comeback hatten Rosa Entius (22) und Larissa Winter (21), die im Doppelwechsel für das Stamm-Duo auf Diagonal und im Zuspiel, Marta Levinksa (24) und Emma Grome (23), in den entscheidenden Phasen kamen und lieferten.
Beim eigenen Matchball half dann auch etwas Glück: Stuttgarts Diagonale Pauline Martin (23) trat bei ihrem Angriff über die Linie unterm Netz. Auch deshalb weiß Waibl: "Wir müssen den Schritt erst noch gehen. Und das wird ein schwieriger Schritt."
Denn: "Wir haben erst einmal nur verhindert, dass es am Mittwoch zu Ende gehen kann. Mehr ist es nicht", drückte Alex Waibl nach dem Thriller bei den Schwaben ein wenig auf die Euphoriebremse: "Wir haben jetzt nicht nur eine, sondern zwei Chancen, das entscheidende Spiel zu gewinnen. Aber jedes Spiel für sich bleibt fünfzig-fünfzig. Das ändert sich nicht."
Der erste Matchball im Halbfinale liegt beim DSC.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Eibner, IMAGO/Pressefoto Baumann

