Wahnsinn zum Halbfinal-Auftakt: DSC gewinnt 5-Satz-Krimi in Stuttgart

Stuttgart - Zum vierten Mal in Serie mussten die Volleyballerinnen des Dresdner SC in Spiel eins des Halbfinals beim MTV Stuttgart ran, zum ersten Mal gab es in der "Best of three"-Serie zum Auftakt einen Sieg. Am Ostersonntag setzten sich die DSC-Schmetterlinge nach 126 intensiven Minuten 3:2 (20:25, 25:18, 15:25, 25:22, 16:14) durch - und können Mittwoch den Einzug ins Finale klarmachen.

Riesenjubel beim DSC: Larissa Winter (21, 2.v.r.) & Co. haben zum Auftakt ins Halbfinale in Stuttgart gewonnen.
Riesenjubel beim DSC: Larissa Winter (21, 2.v.r.) & Co. haben zum Auftakt ins Halbfinale in Stuttgart gewonnen.  © IMAGO / Pressefoto Baumann

11:14 lagen die Dresdnerinnen im Tiebreak schon zurück. Mette Pfeffer (20) blieb beim Aufschlag cool, Amanda Siksna (23) und Rosa Entius (22) wehrten mit überragenden Blocks drei Matchbälle ab.

Die Diagonalangreiferin, die gemeinsam mit Larissa Winter (21) im Doppelwechsel kam und entscheidenden Einfluss auf die Partie nahm, besorgte den ersten Matchball. Zum Triumph in der SCHARRena half ein wenig Glück und ein Stuttgarter Übertritt am Netz.

"Überwältigt", sagte MVP Winter nach dem Sieg am DYN-Mikro, während im Hintergrund die lautstarken "DSC! DSC! DSC!"-Rufe der mitgereisten Supporter durch die Halle schallten.

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"Es ist gerade ganz viel los, ganz emotional. Ich kann das gar nicht in Worte fassen", freute sich die Zuspielerin, die einen direkten Blockpunkt beisteuerte.

DSC-Mädels kämpfen sich mehrfach ins Spiel zurück

Rosa Entius (22, M.) nahm nach ihrer Einwechslung entscheidenden Einfluss auf die Partie.
Rosa Entius (22, M.) nahm nach ihrer Einwechslung entscheidenden Einfluss auf die Partie.  © Imago / Eibner

Im ersten und dritten Durchgang zeigten die Dresdnerinnen nur selten, was sie in den anderen Abschnitten auszeichnete und so stark machte.

Nach präziser Annahme von Patricia Nestler (24) legte Emma Grome (23) zu Amanda Siksna (23), die zur 8:7-Führung im ersten Abschnitt vollendete. Ganz nach dem Geschmack von DSC-Coach Alex Waibl (58), der genau dieses Timing von seinem Team gefordert hat.

Das Problem aus Dresdner Sicht: Im ersten Abschnitt blieb das der letzte Vorsprung.

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Ein 1:7-Lauf entschied den ersten Akt. Im dritten Durchgang bekamen die Elbestädterinnen sogar einen 1:8-Lauf eingeschenkt. Dabei blieb es aber.

Mit Willen, Einsatz und einer stabilen Block-Abwehr kämpften sich die DSC-Schmetterlinge jeweils zurück. Dazu entlastete der Doppelwechsel mit Entius (9 Punkte) und Winter nicht nur das Start-Duo Grome/Marta Levinska (24), sondern hatte großen Einfluss auf die Partie.

Spätestens als Lorena Lorber Fijok (23), mit 15 Zählern beste DSC-Scorerin, den Tiebreak klar machte, war allen klar: Der nicht unverdiente Sieg für die Sächsinnen ist möglich.

19.07 Uhr war der Auftakterfolg Realität - und der erste Schritt ins Finale getan.

Titelfoto: IMAGO / Pressefoto Baumann

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