DSC auch dank Positiv-Spirale erneut im Finale
Dresden - Durch den Einzug ins Finale kämpfen die DSC-Schmetterlinge ab Mittwoch in Suhl (Spiel 1, 19 Uhr) nicht nur erneut um den Meistertitel. Zum zweiten Mal in Serie dürfen sie in der kommenden Saison in der Königsklasse antreten - und finden sich dadurch sportlich in einer Positiv-Spirale wieder.
"Es bedeutet alles", sagte Alex Waibl (58) zu den fantastischen Konsequenzen des Finaleinzugs: "Wir wissen, dass wir wieder gegen Weltklasse-Teams en masse spielen, dass wir in Dresden wieder besten Volleyball anbieten können."
Denn die Duelle in der Champions League und anschließend im CEV-Cup, die haben seine junge Truppe in dieser Saison geformt. "Diese Spiele haben uns entwickelt", betonte DSC-Kapitänin Patricia Nestler (24) zum wiederholten Male: "Am Anfang der Saison, da sind wir nicht mal so eng rangekommen, dass wir überhaupt einen Tiebreak spielen konnten. Wir haben uns stabilisiert, aber auch gelernt, in den extrem stressigen Situationen, in denen wir hinten liegen, ruhig zu bleiben."
Genau diese Qualitäten ließen im heißen Halbfinal-Kampf alle beim DSC aufblitzen. Denn auch der erfahrene Coach gab sich zu Beginn der hitzigen Atmosphäre hin und diskutierte mehrfach mit den Unparteiischen.
Aber: "Ich hab’ ab Mitte des zweiten Satzes meine Fresse gehalten. Weil ich gemerkt habe, dass das einfach Quatsch ist. Wir haben die Ruhe behalten." Ruhig war der Auftritt von seiner Diagonalangreiferin nicht.
Lob von DSC-Coach Waibl für Top-Scorerin Levinska
Marta Levinska (24), in Spiel eins am Ostersonntag mit 12 Punkten und 24 Prozent Angriffsquote für ihre Verhältnisse schwach, zeigte im zweiten Duell die passende Reaktion und hebelte den MTV-Block nahezu komplett aus: 32 Zähler bei 44 Prozent Erfolgsquote. "Marta hat uns getragen", lobte Waibl.
Beide Situationen veranschaulichen die Entwicklung der DSC-Schmetterlinge im Saisonverlauf. Die Positivspirale nahm ihren Lauf mit dem Vizemeister-Titel der vergangenen Spielzeit und der damit verbundenen Champions-League-Teilnahme.
Titelfoto: Lutz Henschel
