"Einfach nur leer": DSC nach erneuter Finalniederlage enttäuscht

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Suhl/Dresden - "Gerade fühlt es sich einfach nur leer an", sagte DSC-Kapitänin Patricia Nestler (24) nach der dritten Pleite gegen den VfB Suhl und der Entscheidung im Meisterschafts-Finale.

Enttäuschte Gesichter beim DSC nach der erneuten Finalniederlage in Suhl.
Enttäuschte Gesichter beim DSC nach der erneuten Finalniederlage in Suhl.  © Bastian Frank

"Es ist nicht so richtig in Worte zu fassen, was in mir los ist", erklärte die Libera: "Wir hatten einen riesigen Glauben, dass wir in der Serie zurückkommen werden." Doch wie schon im ersten Final-Spiel gab es in der Suhler Wolfsgrube eine 0:3-Schlappe.

Wie ihre Kolleginnen rang auch die 24-Jährige in den ersten Momenten unmittelbar nach der Niederlage und der zweiten Vizemeisterschaft in Folge mit den Tränen, zeigte sich aber direkt als faire Silbermedaillen-Gewinnerin: "Suhl war einfach das bessere Team, hat den besseren Volleyball gespielt. Sie haben eine saustarke Saison gespielt. Wir hatten kleine Chancen, die wir nicht genutzt haben. Es waren Kleinigkeiten, in denen Suhl einfach besser war. Deswegen muss man das einfach anerkennen."

Ähnlich sah es auch ihr Coach Alex Waibl (58): "Man hat gesehen, dass sie ein paar mehr Lösungen im Angriff haben, in diesem Punkt ein Ticken mehr drauf haben als wir, ein bisschen physischer sind. Das wussten wir vorher. In Satz eins und drei war es eng. Aber wir hatten dann einen Fehler in der Annahme zu viel.

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In der Summe waren wir der Komplexität des Suhler Spiels nicht so gewachsen, dass wir sie in Gefahr hätten bringen können."

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Marta Levinska (24, r.) bekam nach dem Finale die Ehrung zur wertvollsten Spielerin der Saison in der Volleyball Bundesliga aus den Händen von Dresdens OB Dirk Hilbert (54, FDP).
Marta Levinska (24, r.) bekam nach dem Finale die Ehrung zur wertvollsten Spielerin der Saison in der Volleyball Bundesliga aus den Händen von Dresdens OB Dirk Hilbert (54, FDP).  © Bastian Frank

Waibl lüftete nach der Partie noch ein Geheimnis um Marta Levinska.

"Sie war letzten Mittwoch schon krank, hat Donnerstag eine Vitamin-Kur gekriegt. Samstag dann fünf Sätze heruntergerissen. Dann lag sie im Bett, kein einziges Training. Ist mit dem Auto hierhergefahren worden und spielt dann so ein Spiel." 14 Punkte, 50 Prozent Angriffsquote, erneut beste Scorerin beim DSC und im Anschluss völlig verdient zur MVP der Saison gekürt.

Das "Was wäre, wenn" bleibt angesichts der Infektwelle, die während der gesamten Final-Serie durch die Mannschaft ging und die Dresdnerinnen nur im dritten Spiel in voller Besetzung antreten ließ.

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"Wir hatten nicht unbedingt das Glück. Vielleicht hätten wir die Serie ein bisschen offener gestalten können, wenn wir von Anfang an alle in einer guten gesundheitlichen Verfassung dabeigehabt hätten", räumte Waibl ein, schob aber nach:

"Damit will ich in keiner Weise die Suhler Leistung schmälern. Glückwunsch an Suhl." 

Titelfoto: Bastian Frank

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