Große Trauer beim DSC: Ex-Boss Wolfgang Söllner (†67) ist tot

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Dresden - Als Anwalt bewies er Verhandlungsgeschick, große Menschlichkeit und war als Mediator tätig, im Volleyball in Dresden und ganz Deutschland hinterließ er mit seinem Wirken und Sein tiefe Spuren: Die Volleyball-Abteilung des DSC und der Gesamtverein Dresdner SC trauern um Wolfgang Söllner (†67).

Wolfgang Söllner (†67), der den Volleyball in Dresden, Sachsen und Deutschland prägte, verstarb am Sonntag nach schwerer Krankheit.
Wolfgang Söllner (†67), der den Volleyball in Dresden, Sachsen und Deutschland prägte, verstarb am Sonntag nach schwerer Krankheit.  © Lutz Hentschel

Der ehemalige Vorstands-Boss der Volleyballerinnen (2002 bis 2010), der Präsident des DSC (2013 bis 2022) und Vize-Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (2019-2022) ist am Sonntag verstorben. Das teilte der DSC am Montag mit. Seit 2017 litt der gebürtige Münsteraner an der Krankheit Morbus Parkinson. Söllner hinterlässt seine Ehefrau.

Für sie, alle Angehörigen, alle Spielerinnen, Trainer, Kollegen und Funktionäre sitzt der Schock über den viel zu großen Verlust eines wunderbaren Menschen tief. "Für viele von uns war er auch Freund, Berater und väterlicher Begleiter", heißt es in dem Nachruf der Volleyball-Abteilung.

1991 kam Wolfgang Söllner nach Dresden, baute sich ein berufliches Standbein als Anwalt mit seiner eigenen Kanzlei auf, die er mit seinem Partner Klaus Kucklick führte, 1997 erweiterten sie sich.

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1993 wurde Söllner Mitglied des DSC in der Abteilung Volleyball, in der er ab 2001 als stellvertretender Abteilungsleiter mitgestaltete und den Weg des Dresdner Volleyballs über Jahrzehnte prägte.

"Sein Name ist untrennbar mit der Entwicklung der DSCVOLLEYs und des Dresdner Sportclub verbunden. Mit großer Leidenschaft, Beharrlichkeit und außergewöhnlichem persönlichen Engagement hat er Strukturen mit aufgebaut, Entscheidungen angestoßen und Menschen zusammengebracht. Vieles von dem, was unseren Club heute ausmacht, trägt auch seine Handschrift", schreibt die Volleyball-Abteilung des DSC.

2024 gab er mit dem Rücktritt als Präsident des Sächsischen Volleyball-Verbandes das letzte seiner fünf Ehrenämter ab. Im Mai 2025 erhielt der das Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit im Volleyball.

Nach seiner Zeit beim Volleyball wirkte Söllner als Präsident des Gesamtvereins Dresdner SC.
Nach seiner Zeit beim Volleyball wirkte Söllner als Präsident des Gesamtvereins Dresdner SC.  © Lutz Hentschel
Mit DSC-Trainer Alexander Waibl (58, M.) verband Söllner eine tiefe Freundschaft. Hier feiern beide im Dezember 2022 seinen offiziellen Abschied.
Mit DSC-Trainer Alexander Waibl (58, M.) verband Söllner eine tiefe Freundschaft. Hier feiern beide im Dezember 2022 seinen offiziellen Abschied.  © Lutz Hentschel

Wolfgang Söllner besuchte seine Volleyballerinnen bis zuletzt

Im Kreise seiner Volleyballerinnen, wie hier 2022, fühlte sich Söllner bis zuletzt heimisch.
Im Kreise seiner Volleyballerinnen, wie hier 2022, fühlte sich Söllner bis zuletzt heimisch.  © Lutz Hentschel

In seiner Amtszeit wurde der DSC einmal Deutscher Meister (2007), gewann zweimal den DVV-Pokal (2002, 2010) und holte den Titel im europäischen Challenge Cup (2010).

Sein größter Coup war die Verpflichtung von Trainer Alexander Waibl (58). Für ihn wurde Söllner über die Jahre zu einem väterlichen Freund. Sein erstgeborener Sohn ist das Patenkind Wolfgang Söllners.

Beide saßen im Dezember 2022 gemeinsam auf der Bank, als Söllner auf diese Art und Weise mit einer Sondergenehmigung der Liga seinen Abschied vom Dresdner Volleyball feierte.

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Bis zuletzt kam der 67-Jährige immer wieder in die Halle, unterstützt von seinem Freund und dem ehemaligen deutschen Spitzenvolleyballer René Hecht (64). So weilte Söllner auch am 3. Oktober zum Supercup seiner Volleyballerinnen in Coburg gegen Suhl.

"Seine Verdienste um den Volleyball sind groß. Was für uns aber mindestens ebenso sehr bleibt, sind die gemeinsamen Erinnerungen. Erinnerungen an unzählige Gespräche, gemeinsame Spiele und Reisen. An große Siege und schwere Niederlagen. An intensive Diskussionen, an sein Lachen, seine klare Meinung und die vielen kleinen Begegnungen abseits des Spielfeldes. An Momente, die damals selbstverständlich erschienen und die heute umso kostbarer sind", heißt es vom DSC-Volleyball.

Mit emotionalen Worten schließt der Club sein Statement: "Lieber Wolfgang, wir sind Dir unendlich dankbar für alles, was Du für die DSCVOLLEYs und den Dresdner Sportclub bewegt hast. Du wirst uns fehlen. Sehr. Und Du wirst immer ein Teil von uns bleiben. Mach's gut, Wolfgang."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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