Nach Verbal-Attacke aus Suhl: So reagiert DSC-Geschäftsführerin Zimmermann
Dresden - Samstag startet die Volleyball-Bundesliga in ihre neue Saison. Für die DSC-Girls geht es in der Cyberport Arena gegen Allianz MTV Stuttgart mit einem richtigen Kracher los (18 Uhr). Die Giftpfeile vor dem Auftakt flogen aber aus Suhl nach Dresden - und gingen deutlich über das gesunde Maß sportlicher Rivalität hinaus.
Angesprochen auf das Verhältnis zwischen beiden Vereinen holte Alexander Mantlik (37), Präsident des VfB Suhl, gegenüber der Tageszeitung "Freies Wort" zum Großangriff in Richtung der Sachsen aus: "Angst haben wir grundsätzlich nicht. Dennoch kann man jetzt schon einen Haken dran machen, denn es werden wieder alle möglichen Postfächer vom 58-jährigen Alexander Waibl voll sein, der unseren jungen Mädels schreibt."
Laut ihm laufe das beim Supercup-Gewinner anders, sein Trainer László Hollósy kontaktiere keine Spielerinnen. Mantlik weiter: "Alexander Waibl versucht, Bayern München zu spielen und schon während der Saison Unruhe zu verbreiten und den Gegner zu schwächen."
Regeln breche Waibl aus Sicht des Suhler Bosses zwar nicht.
Dennoch: "Es ist unfair, aber eben nicht verboten, das muss man auch ganz klar sagen. In der Volleyball-Bundesliga gibt es die Regel, dass man bis zum Januar keine Spielerin verpflichten darf, aber oft hat Herr Waibl zu diesem Zeitpunkt schon eine mündliche Zusage."
Verbal-Attacke sorgt bei den DSC-Girls für Unverständnis
Eine weitere Spitze setzte er noch drauf: "Ich bin ehrlich: Ich selbst habe noch keine Spielerin gesehen, die von uns weggegangen und in Dresden besser geworden ist."
In Dresden sorgte dieser Rundumschlag vor allem für Unverständnis. "Wir nehmen die Berichterstattung aus Suhl zur Kenntnis und verstehen die Frustration nicht. Es gibt auch keine nationalen oder internationale Richtlinien, die Verpflichtungen und den Zeitpunkt regeln", betonte DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann (39).
"In Dresden bieten wir jungen talentierten Spielerinnen eine sportliche Heimat und Entwicklungsmöglichkeiten in einem professionellen Umfeld - sowohl sportlich als auch im Management", erklärt Zimmermann.
Und: "In diesem Jahr feiern wir 30-Jahre-Bundesliga am Standort. Mit 13 Titeln in 17 Amtsjahren spricht die Bilanz von Cheftrainer Alexander Waibl für sich selbst."
Titelfoto: Fotomontage: IMAGO/Christian Heilwagen, Lutz Hentschel (2)

