Nach Vorwürfen aus Suhl: Hat sich DSC-Trainer Waibl falsch verhalten?

Dresden - Wenn die DSC-Girls am Samstag Suhl zum Rematch des Supercups empfangen (17.15 Uhr) und in der Bundesliga Revanche für die 0:3-Niederlage nehmen wollen, versprüht die Paarung nicht nur sportlichen Reiz. Anfang Oktober schoss Suhl-Boss Alexander Mantlik (37) in Richtung der Volleyballerinnen des Dresdner SC und Coach Alexander Waibl (58) - und schlug damit hohe Wellen.

Vor dem Heimspiel gegen Suhl hat das Team von Alexander Waibl (58) noch einige Baustellen.  © imago/Beautiful Sports

"In der Volleyball-Bundesliga gibt es die Regel, dass man bis zum Januar keine Spielerin verpflichten darf, aber oft hat Herr Waibl zu diesem Zeitpunkt schon eine mündliche Zusage", lautete einer der Vorwürfe von Mantlik im Gespräch mit der Tageszeitung "Freies Wort".

Wie die Volleyball-Bundesliga auf TAG24-Nachfrage bestätigte, ist diese Beschuldigung allerdings haltlos. Der Zeitpunkt der Kontaktaufnahme von Vereinen zu Spielerinnen ist nicht reglementiert.

Vielmehr gehöre die frühzeitige Kaderplanung zum Alltag. Außerdem dürfen die Clubs sogar bis Ende Januar Spielerinnen nachmelden.

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Schon deshalb sind Gespräche zu jedem Zeitpunkt erlaubt. Laufende Verträge müssen dabei aber selbstverständlich berücksichtigt werden.

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DSC-Girls Schlusslicht in der Annahme

In der Annahme fehlt dem Libera-Duo Katerina Georgiadis (24, l.) und Emilia Schaarschmidt (19) noch die Stabilität.  © Lutz Hentschel

Die sportlichen Themen der Dresdnerinnen lassen sich nach der 2:3-Pleite in Erfurt hingegen nicht so leicht wegwischen.

"Man spürt, dass bestimmte Dinge nicht funktionieren", so Waibl. Dabei blickt der Coach vorrangig auf die eigene Annahme, die den Rückschlag durch die Verletzung von Patricia Nestler noch nicht auffangen konnte. 

Das belegen auch die Zahlen. Platz zwölf im Ranking perfekter und guter Annahmen, bei denen Zuspielerin Sarah Straube (24) optimal oder nahezu optimal zugearbeitet wird. In Sachen Effizienz stehen die DSC-Girls auch nur auf Rang elf.

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Und genau das wirkt sich auf alle Mannschaftsteile aus, wie Waibl erklärt: "Das macht alle kirre, weil man dadurch keine Zuspiele hat, keinen Rhythmus. Die Angreifer haben keine guten Ballkontakte, wo sie sich Selbstvertrauen holen können."

Was für den Coach deshalb auch klar ist, um Sicherheit zu bekommen: "Wir müssen ein paar Fixpunkte festlegen, an denen wir nicht rütteln."

Und das am besten schon daheim gegen Suhl.

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