Nestler-Ausfall zu große Bürde: DSC-Kampf wird nicht belohnt

Suhl - Als wäre die Aufgabe beim Pokalsieger in der Suhler Wolfsgrube für die DSC-Schmetterlinge nicht schon groß genug, ereilte die Dresdnerinnen am Mittwoch schon vor der 0:3 (22:25, 22:25, 16:25)-Pleite in Spiel eins um die Deutsche Meisterschaft eine ganz bittere Pille: Patricia Nestler fiel aus.

Aushilfs-Libera Lorena Lorber Fijok (l.) zeigt es an: Kapitänin Patricia Nestler ist für die DSC-Mädels nicht zu ersetzen.  © Lutz Hentschel

"Patricia war gesundheitlich so angeschlagen, dass sie nicht spielen konnte", sagte Alex Waibl (58) nach Partie eins der "Best-of-five"-Serie zum Ausfall seiner Kapitänin. Das Problem: Nestler ist die einzige Libera in seinem Kader.

"Wir sind von Anfang an aus Budget-Gründen das Risiko gegangen. Mit dem Wissen: Wenn etwas anbrennt, dann wird es nicht leicht. Heute hatten wir nicht die Tiefe im Kader, das zu kompensieren", so der DSC-Coach. Das Fehlen in der wichtigsten Saisonphase kommt natürlich zur absoluten Unzeit.

Für die DSC-Anführerin streifte sich Außenangreiferin Lorena Lorber Fijok das Libera-Trikot über, sollte die Annahme und Abwehr stabilisieren. Klar, so gut wie mit der Kapitänin lief beides nicht. Stark war der Auftritt von der Ersatz-Libera trotzdem.

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Den Unterschied im ersten Durchgang machten aber allein die drei Aufschlagfehler, die sich die Elbestädterinnen im Vergleich zum Heimteam mehr leisteten. Ansonsten war's richtig eng. Auch weil Miku Akimoto, die für Fijok im Außenangriff startete, die Partie zum 20:20 ausglich.

Den höheren Arm hatten dann aber doch die Suhlerinnen durch Sanaa Dotson, die zum Satzgewinn den DSC-Block anschlug.

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DSC wackelt und kommt nicht mehr ins Spiel

Kapitänin Roosa Laakkonen (r.) unterschrieb vor der Partie einen neuen Vertrag. Nicht das letzte Mal, dass Suhls Fans jubelten.  © Bastian Frank

Auch der zweite Abschnitt ging wieder an die Thüringerinnen, weil die Annahme bei Akimoto und Jette Kuipers doch wackelte. Zum 14:14 donnerte Ex-Suhlerin Kuipers zwar noch ins Feld, dann zog ihr Ex-Team durch einen 6:1-Lauf davon. Akimotos Aufschlag segelte bei Satzball für Suhl ins Netz - 0:2.

Die Fehler im Dresdner Spiel häuften sich. Als auch noch Marta Levinska, mit 21 Punkten beste Scorerin der Sächsinnen, mit ihrem Schlag nicht nur den Block, sondern auch das Feld verfehlte, war die Partie durch - 3:11. Ein Rückstand, von dem sich das Waibl-Team nicht mehr erholte. 20.28 Uhr nutzte Monika Brancuska den ersten Matchball.

Am Samstag (19 Uhr) gibt's Spiel zwei in der Margon Arena.

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