Pleite im Ost-Klasssiker: DSC verpasst Tabellen-Sprung
Schwerin - Zum dritten Mal in dieser Saison stand der Ost-Klassiker an. Zweimal gewannen die Volleyballerinnen des Dresdner SC - 3:1 im Supercup und 3:2 in der Bundesliga-Hinrunde. Im Rückspiel setzte es beim SSC Schwerin allerdings eine 1:3 (25:16, 22:25, 20:25, 19:25)-Niederlage.
"Für uns ein bitterer Spielausgang. Ich hatte schon das Gefühl, dass etwas möglich ist. Wir haben echt gut angefangen im ersten Satz", sagte DSC-Kapitänin Patricia Nestler (24) nach der Partie am DYN-Mikro.
Denn dass beide Teams am Mittwoch noch in der Champions League auf der Platte um wichtige Punkte gekämpft hatten, sah man in der Palmberg Arena zunächst nur einem Team an.
Nestler & Co. wirkten frisch und konzentriert, machten viel weniger Fehler.
Dazu brillierte die Libera in der Annahme und Abwehr gegen ihren Ex-Verein.
Überragend agierten die Dresdnerinnen vor allem in einer Statistik - im Blocken. Sieben zu zwei stand es hier schon nach dem ersten Durchgang. Treffend machte Emma Grome (23) auch per Block den 25. Punkt der Elbestädterinnen zur 1:0-Satzführung klar.
Schwerin kommt gegen DSC-Mädels zurück
Doch dann waren die Gastgeberinnen wach und da. Bei den Dresdnerinnen passte plötzlich weder die Abstimmung noch die Genauigkeit.
"Dann haben wir irgendwie so ein bisschen abgebaut im Angriff, sind nicht mehr so richtig durchgekommen", so Nestler.
Daran änderte auch der zwischenzeitliche Wechsel auf Diagonal nichts. Denn Rosa Entius (22), die für Dresdens beste Scorerin Marta Levinska (24, 22 Punkte) kam, jagte ihren ersten Angriff direkt neben das Feld (10:15).
Helena Kok (21) stellte alles wieder auf Anfang - 1:1.
Auch im dritten Akt war der Meister der vergangenen Saison in der Crunchtime den Ticken besser, blieb genauer und konsequenter. Wieder vollendete Kok und machte damit die Hoffnungen der DSC-Schmetterlinge zunichte, mit einem klaren Sieg und der vollen Punkteausbeute in der Tabelle am Ost-Kontrahenten vorbeizuziehen.
Besser wurde es nicht mehr. Im Gegenteil - DSC-Coach Alex Waibl (57) musste seine zweite Auszeit im vierten Satz nehmen, da lagen seine Mädels bereits 2:7 hinten.
Und wer noch an eine Wende glaubte, der verlor spätestens beim Monster-Ballwechsel zum 18:23 den letzten Funken. Denn auch der Punkt ging nach mehrmaligen Rettungsaktionen an Schwerin.
Titelfoto: Dietmar Albrecht

