Suhl - 20.23 Uhr platzte der große Comeback-Traum der DSC-Schmetterlinge endgültig. Beim euphorischen Suhler Jubel blieb den Dresdnerinnen nur die Zuschauerrolle und der Kampf gegen die Tränen. Denn auch in Spiel drei der Final-Serie setzte es gegen den neuen deutschen Meister VfB Suhl eine Pleite, erneut ein 0:3 (20:25, 16:25, 22:25).
"Das ist nicht das Ergebnis, worauf wir gehofft haben", sagte Marta Levinska, die MVP der Saison, nach der Niederlage und gestand: "Jetzt im Moment fühlt es sich scheiße an. Aber wir sollten stolz darauf sein, was wir erreicht haben."
Viele der 1800 Fans strömten schon zwei Stunden vor Spielbeginn in die Halle, um sich einen der Stehplätze in der ersten Reihe zu sichern. Auch eine Stunde vor Start staute es sich am Einlass bis weit auf die Straße zurück.
Die Abendkasse machte gar nicht erst auf - längst ausverkauft. Alle Suhler wollten ganz nah bei der historischen Chance auf den ersten Meistertitel der 35-jährigen Vereinsgeschichte in der Wolfsgrube dabei sein.
Nur die DSC-Schmetterlinge und ihre knapp 60 mitgereisten Fans hatten darauf so gar keinen Bock und wollten den Party-Crasher spielen.
Der Ball sprang ins Aus - und es war aus
Für den ersten Stimmungs-Killer sorgten die Außenangreiferinnen von Alex Waibl. Ex-Suhlerin Jette Kuipers erzielte den ersten Punkt. Lorena Lorber Fijok legte für die Elbestädterinnen, die aufgrund der Rückkehr von Amanda Siksna erstmals in dieser Final-Serie mit ihrer Starting Six auflaufen konnten, nach.
Nachhaltig war die Euphoriebremse in Thüringen allerdings nicht. Die entscheidende Wendung im ersten Satz gaben die Diagonalangreiferinnen: Zweimal versenkte Suhls Monika Brancuska, einmal verzog Marta Levinska, und Dresden lag 18:22 hinten. Per Tip machte Mackenzie Foley den Deckel auf den ersten Abschnitt.
Besser wurde es danach nicht. Das Waibl-Team kämpfte und hauten alles rein, konnten die Angriffs-Power der Suhlerinnen um Brancuska & Co. aber nur zu selten stoppen.
Sanaa Dotson jagte ihren Angriff an die Finger von Amanda Siksna, von dort sprang der Ball ins Aus - und beendete die Saison 2025/26.