Dresdner SC gewinnt Ost-Duell und feiert mühsamen Sieg in Erfurt!

Erfurt - Die DSC-Schmetterlinge haben das umkämpfte Ost-Duell bei Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:2 gewonnen. Die Mannschaft von Chefcoach Alex Waibl lag 0:1 hinten, führte nach drei Sätzen mit 2:1, musste vor 660 lautstarken Zuschauern aber lange um den Sieg zittern.

Monique Strubbe (oben) hat gegen Erfurt 20 Punkte beigesteuert.
Monique Strubbe (oben) hat gegen Erfurt 20 Punkte beigesteuert.  © Sebastian Dühring

Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe in der Türkei und Syrien.

Bei den Dresdnerinnen verteilte Kveta Grabovska die Bälle, da Stammzuspielerin Sarah Straube mit einer Knieverletzung mehrere Wochen ausfällt.

Grabovska & Co. starteten gut - 3:0. Aber die Erfurterinnen kämpften sich über die angriffsstarke Holländerin Vera Mulder heran. Zudem leisteten sich die Gäste zu viele Netz- und Aufschlagfehler. Und so lag der DSC zur ersten technischen Auszeit 7:8 zurück.

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Die Thüringerinnen legten mehrfach einen Punkt vor, Lara Berger glich aus. Es war ein knappes Duell. Doch in der Schlussphase brach der Favorit weg, was auch an einem erneuten Netzfehler sowie zwei direkten Annahmepatzern von Libera Sophie Dreblow lag - 19:25.

Im zweiten Akt führte der DSC zur ersten technischen Auszeit mit 8:4, wenig später nach einem Ass von Kayla Haneline 12:5. Doch selbst das Plus von sieben Punkten gab keine Sicherheit. Der Vorsprung schmolz, auf der Liberoposition wurde gewechselt, die Annahmeprobleme blieben.

Unglaublich: Das Team von Alex Waibl gab die Führung ab, lag 17:18 hinten. Beim Stand von 20:22 drohte der 0:2-Satzrückstand, doch mit fünf Punkten in Folge zum 25:22 gelang im Endspurt noch der Ausgleich zum 1:1.

Schwarz-Weiß Erfurt gleicht aus, der Dresdner SC beweist die besseren Nerven

DSC-Kapitänin Jennifer Janiska (l.) konnte mit ihrem Team am Ende jubeln.
DSC-Kapitänin Jennifer Janiska (l.) konnte mit ihrem Team am Ende jubeln.  © Sebastian Dühring

Im dritten Durchgang zogen die Gäste nach einem 4:0-Start konsequent durch (8:4, 16:12). Linda Bock nutzte nach präzisem Zuspiel der vom VC Olympia aufgerückten Larissa Winter den ersten Satzball zum 25:18.

Die Gastgeberinnen waren jetzt verunsichert, der DSC zog im vierten Abschnitt auf 13:8 weg. Doch wer glaubte, die Waibl-Schützlinge seien damit auf der Siegerstraße, sah sich getäuscht.

Erfurt glich zum 19:19 aus. Dem Favoriten gelang in der Crunchtime nur noch ein Pünktchen durch Kapitänin Jennifer Janiska, Schwarz-Weiß machte dagegen sechs Zähler. Und so musste nach dem 20:25 das Ost-Duell im Tiebreak entschieden werden.

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Der ging für Janiska & Co. mit 0:3 erst einmal nach hinten los, doch über eine Aufschlagserie von Kayla Haneline und zwei schöne Blockpunkte wurde der Spieß bis zum Seitenwechsel auf 8:6 gedreht.

Der DSC zeigte jetzt Stärke und die besseren Nerven, ließ keine Luft mehr ran. Linda Bock verwandelte den zweiten Matchball zum 15:10.

Damit sackten die Dresdnerinnen nach insgesamt 119 Minuten zumindest zwei Punkte in Erfurt ein. Topscorerin beim Sieger war Lara Berger mit 26 Zählern.

Titelfoto: Sebastian Dühring

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