Besonderer Ort und rührende Worte: Teamkollegen ehren verstorbenen Biathleten (†27)

Passo Lavazè (Italien) - Der tragische und viel zu frühe Tod des norwegischen Skijägers Sivert Guttorm Bakken im Alter von nur 27 Jahren hat die Biathlon-Welt vergangenen Dezember erschüttert. Jetzt trafen sich seine früheren Teamkollegen an einem ganz besonderen Ort, der fortan an ihn erinnern soll.

Schon während der Olympischen Winterspiele in Italien erinnerten Vetle Sjåstad Christiansen (34, v.l.n.r.), Sturla Holm Lægreid (29), Johan-Olav Botn (27) und Martin Uldal (25) an ihren verstorbenen Kollegen Sivert Guttorm Bakken.  © FRANCK FIFE / AFP

Auf dem Lavazèjoch in den Fleimstaler Alpen in Italien wurde nämlich eine Bank zu Ehren des Massenstart-Weltcupsiegers von 2021/22 errichtet, wie der norwegische Rundfunksender NRK berichtet.

Ganz in der Nähe des rund 1800 Meter hohen Gebirgspasses fand Johan-Olav Botn (27) am 23. Dezember 2025 seinen damaligen Teamkameraden tot im Hotelzimmer. Die genaue Todesursache bleibt bis heute ein Rätsel.

Zur Rückkehr des norwegischen Nationalteams ans Lavazèjoch gedachten die Sportler nun ihres Freundes und weihten sein Monument ein. Mit dabei waren unter anderem Vetle Sjåstad Christiansen (34), Martin Uldal (25) und Sturla Holm Lægreid (29). Auch die Mutter des toten Biathleten sei dazu angereist.

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"Die Gedenkfeier war schön und schrecklich zugleich, wie die meisten Gedenkfeiern", erklärte Staffel-Olympiasieger Christiansen. "Wir waren eine ganze Weile da, unterhielten uns ein wenig, aber es wurde nicht viel gesagt."

Die Bank auf dem Bergrücken bietet einen weiten Blick über das gesamte Tal und wird direkt morgens von der Sonne angestrahlt. Der Besitzer des Hotels, in dem Bakken verstorben war, unterstützten die Norweger bei der Errichtung der Denkmalstätte. "Der Berg ist einfach, man muss nur da sein", lautet außerdem eine eingravierte Inschrift.

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Vetle Sjåstad Christiansen erklärt Bank-Inschrift für Sivert Guttorm Bakken

Das Konterfei von Sivert Guttorm Bakken vergangenen Januar beim Weltcup in Oberhof.  © Tobias SCHWARZ / AFP

Am Rande des Loop One Festivals in München erklärte Christiansen die verewigten Worte gegenüber Sport1.

"Er war ein Mann der Berge. Bevor wir uns in Le Grand-Bornand verabschiedeten, sagte er zu mir: 'Hey Mann, ich hasse Wettkämpfe, aber ich liebe dieses Leben wirklich sehr - wegen der Natur, der Berge, die Zeit dort zu verbringen, ganz ohne Druck'", so der 34-Jährige.

"Das ist etwas, worüber man nachdenken kann, wenn man im Leben zu kämpfen hat, mit dem Training zu kämpfen hat, mit dem Biathlon zu kämpfen hat", fügte sein ehemaliger Kollege an.

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Derweil arbeiten die italienischen Behörden noch immer an der Aufklärung des Falls. Eigentlich sollte der fertige Autopsiebericht bereits im März vorliegen, aber die Ergebnisse der technischen und forensischen Untersuchungen lassen immer noch auf sich warten.

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