Seine Familie lebt noch immer im Ungewissen: Todesursache von Biathlon-Star (†27) bleibt ein Rätsel
Lillehammer (Norwegen) - Fast acht Monate ist es her, dass der norwegische Biathlon-Star Sivert Guttorm Bakken (†27) tot in seinem Hotelzimmer im Trainingslager in Italien aufgefunden wurde. Ursprünglich sollten Anfang März die Ergebnisse seiner Obduktion vorliegen - aber auch jetzt muss seine Familie noch im Ungewissen leben.
Schon Ende Februar hieß es, der Autopsiebericht könne sich verzögern, damals baten die italienischen Behörden offenbar um Hilfe bei der Übersetzung. Doch selbst ein halbes Jahr später liegt der Bericht nicht vor - und das anscheinend nicht wegen Übersetzungsproblemen.
"Die italienischen Behörden arbeiten weiterhin daran, die Todesursache zu ermitteln, und warten noch immer auf die Ergebnisse der technischen Untersuchungen der Polizei an der Höhenausrüstung sowie auf die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung", teilte Bernt Heiberg, Anwalt der Hinterbliebenen, in einem Statement an verschiedene norwegische Medien, wie NRK, mit.
Bakken war am Tag vor Heiligabend 2025 von Teamkollege Johan-Olav Botn (27) leblos in seinem Hotelzimmer im italienischen Lavazè gefunden worden, wo einige Sportler des norwegischen Teams in der Weihnachtspause ein Trainingslager abgehalten hatten.
Bei seinem Tod trug der Massenstart-Weltcupsieger von 2022 offenbar eine Höhenmaske, die auf 7000 Meter über dem Meeresspiegel eingestellt worden war.
Anwalt warnt vor Spekulationen im Todesfall Sivert Guttorm Bakken
Doch nicht nur die Öffentlichkeit wartet seither auf Antworten, was mit dem 27-jährigen Biathleten passiert ist, selbst seine Familie hat offenbar nicht mehr Informationen.
"Es ist nicht ungewöhnlich, dass solche Fälle Zeit in Anspruch nehmen, aber wir hoffen, dass die Hinterbliebenen bald Antworten erhalten", schrieb Heiberg nämlich: "Bis dahin wünscht sich die Familie Ruhe in dieser Angelegenheit."
Der Rechtsbeistand hatte schon vor Monaten vor Spekulationen bezüglich der Todesursache gewarnt, es sei etwa nach wie vor unklar, ob ein Zusammenhang zwischen Bakkens Tod und dem Tragen der Maske bestehe.
"Die Überprüfung der Verwendung von simulierten Höhenausrüstungen durch den Sport muss unabhängig von Bakkens Tod erfolgen", sagte Heiberg damals. Die anhaltenden Spekulationen seien eine große Belastung für die Familie.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / TT, Tobias SCHWARZ / AFP

