Emotionaler Abschied: Biathlon-Männertrainer Kirchner macht Schluss - Kritik an ARD-Moderator!

Oslo - Mark Kirchner (52) hat nach 13 Jahren im Amt überraschend seinen sofortigen Abschied als Biathlon-Cheftrainer der deutschen Männer sehr emotional live im Ersten nach dem Massenstart-Rennen verkündet.

Mark Kirchner (52) hört als Biathlon-Männertrainer auf.
Mark Kirchner (52) hört als Biathlon-Männertrainer auf.  © CHRISTOF STACHE / AFP

"Die Arbeit hat mir bis zuletzt viel Freude bereitet. Aber jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen, um den Weg für neue Impulse freizumachen", sagte der 52-Jährige am Sonntag beim Weltcupfinale in Oslo.

Neuer verantwortlicher Trainer der Herren wird Kirchners bisheriger Assistent Uros Velepec. Der 55-jährige Slowene wird zukünftig gemeinsam mit dem ehemaligen Weltklasse-Langläufer Jens Filbrich (44) das Trainer-Duo bilden.

Filbrich soll die Skijäger in den Bereichen Lauftechnik und Athletik voranbringen. Der Thüringer Kirchner bleibt dem Deutschen Skiverband erhalten und soll als übergreifender Nachwuchstrainer die strategische Athletenentwicklung koordinieren und intensivieren.

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Kirchner, der als Aktiver dreimal Olympiasieger wurde, arbeitete seit 2010 als Bundestrainer der Männer, zur Saison 2018/2019 übernahm er auch die nominelle Verantwortung für die deutsche Frauen-Mannschaft.

Unter seiner Führung reiften Athleten wie Arnd Peiffer, Simon Schempp, Erik Lesser und Benedikt Doll zu Olympiasiegern und Weltmeistern.

Bei der zurückliegenden Heim-Weltmeisterschaft in Oberhof waren die deutschen Männer allerdings das erste Mal seit 1976 in WM-Rennen ohne Medaille geblieben.

Kritik an ARD-Moderator Antwerpes

Moderator Michael Antwerpes (60) hat bei der Verabschiedung von Mark Kirchner nicht gerade Fingerspitzengefühl bewiesen.
Moderator Michael Antwerpes (60) hat bei der Verabschiedung von Mark Kirchner nicht gerade Fingerspitzengefühl bewiesen.  © Uli Deck/dpa

Moderator Michael Antwerpes (60) war für das Erste live dabei während Kirchner seinen Abschied verkündete. Jedoch ließ er den Biathlon-Trainer, wohl auch aufgrund der Sendezeitbeschränkung, nicht wirklich ausreden. Das kam im Netz gar nicht gut an.

Bei Twitter hagelte es kurz nach der Ausstrahlung bereits die ersten Kritiken. In einem Kommentar hieß es beispielsweise: "Was war das denn gerade für eine Frechheit, Mark Kirchner ständig ins Wort zu fallen? Er möchte zum Abschied vom Biathlon ein paar Worte ans Publikum richten und wird von Herrn M. Antwerpens ständig unterbrochen. Unhöflich, echt!"

Ein anderer User schrieb: "Ein Moderator muss auch wissen, wenn er mal die Klappe halten muss. Michael Antwerpes ist das gerade irgendwie nicht gelungen. Schade um den eigentlich bewegenden Moment mit Mark Kirchner."

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Am späten Nachmittag beim Massenstartrennen der Frauen, wird sich der Moderator eventuell noch einmal äußern.

Titelfoto: CHRISTOF STACHE / AFP

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