Biathlon-Trainer gibt Rücktritt bekannt: Was er jetzt macht, überrascht
Östersund (Schweden) - Nicht nur die Sportler treten nach den Olympischen Spielen reihenweise zurück, auch mehrere Biathlon-Trainer machen Schluss! Der schwedische Schießtrainer Jean-Marc Chabloz (58) ist einer von ihnen und hat bereits einen neuen Job an der Angel - einen durchaus überraschenden.
Gegenüber dem schwedischen Sender SVT bestätigte der Schweizer, dass er nach sechs Jahren als Trainer bei der schwedischen Nationalmannschaft aufhören wird.
"Ich habe das Gefühl, dass ich auf dem Höhepunkt meiner Karriere und mit unglaublichem Stolz gehe", sagte Chabloz. Die Wettbewerbe am Holmenkollen an diesem Wochenende seien sein letzter Tanz: "Ich hatte so eine schöne Zeit mit dieser Gruppe."
Dem ehemaligen Biathleten, der seit seinem eigenen Karriereende 2004 mit seiner Partnerin in deren schwedischer Heimat lebt, fällt es immer schwerer, dauerhaft zu reisen, er will zukünftig mehr zu Hause sein - und hat dafür schon die perfekte neue Stelle gefunden.
Der 58-Jährige wird als Betriebsleiter eines Bauernhofs in Jämtland anfangen. "Das ist ein Traumjob. Ich brenne für diesen Ort", schwärmte Chabloz von seiner neuen Berufung.
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Für das schwedische Team, das in den vergangenen Jahren zwar immer wieder Probleme am Schießstand hatte, aber dennoch enorm erfolgreiche Winter hinter sich hat, ist Chabloz' Abgang ein herber Verlust.
"Ich verstehe sehr gut, dass der Job stressig ist, weil man so viel reist und oft unterwegs ist. Das bringt viele Emotionen mit sich. Er hat mir sehr viel bedeutet", sagte Hanna Öberg (30), die ihren Coach prompt mit einem Sieg im Sprint von Oslo verabschiedete.
Anna Magnusson (30) ergänzte: "Ich war etwas gerührt, aber er scheint sehr zufrieden mit der Entscheidung zu sein, und das fühlt sich gut an. Er ist eine großartige Persönlichkeit."
Ein Nachfolger könnte schon in den Startlöchern stehen: Laut SVT soll Schweden bereits den finnischen Schießtrainer der Italienerinnen, Jonne Kähkönen (52), kontaktiert haben. Der 52-Jährige gab am Freitag selbst bekannt, dass er die italienischen Damen zum Saisonende nach vier gemeinsamen Jahren verlassen wird, ist also frei für eine neue Aufgabe.
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