Freud und Leid ganz nah beieinander: Biathlon-Paar verkündet Baby-News nach Krebs-Schock
Oslo (Norwegen) - Freud und Leid liegen manchmal ganz eng beieinander. Erst vor wenigen Tagen ging der norwegische Frauen-Bundestrainer Sverre Olsbu Røiseland (35) mit seiner Hodenkrebs-Diagnose an die Öffentlichkeit. Doch während der schwierigen Zeit in den vergangenen Wochen gab es für den Biathlon-Coach auch einen Lichtblick.
Er und seine Ehefrau Marte Olsbu Røiseland (35) erwarten nämlich ihr zweites Kind, wie das Paar im Interview mit dem norwegischen Rundfunksender "NRK" verriet.
Ausgerechnet an dem Tag, an dem der niederschmetternde Krebsbefund das Leben der Familie auf den Kopf stellen sollte, ließ sich auch die Rekord-Weltmeisterin wegen des anstehenden Nachwuchses untersuchen.
"Wir haben wirklich erfahren, dass das Leben sowohl große Höhen als auch tiefe Tiefen hat. Denn während Sverre darauf wartete, was ihm fehlte, waren wir ja beim Ultraschall mit Baby Nummer zwei", erzählte die Gesamtweltcup-Siegerin von 2022.
"Es war ja etwas ganz Besonderes, eine solch riesige Freude im Leben zu haben. Und zu sehen, dass es dem Kind gut ging", fügte sie an. "Gleichzeitig wussten wir ja noch nicht, ob es dir gut ging, also war das sehr speziell. (...) So glücklich zu sein und gleichzeitig auch so traurig."
Inzwischen wurde der Biathlon-Bundestrainer der Damen erfolgreich operiert. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Krebs gestreut hat.
Biathlon-Paar schaut positiv in die Zukunft
Ihr zweijähriger Sohn Tobias freue sich jetzt schon darauf, ein großer Bruder zu werden. Aber natürlich sei die Situation weiterhin herausfordernd.
"Man denkt, so etwas passiert einem selbst oder den Liebsten nie. Deshalb war es absolut furchtbar", schilderte Marte. Das Paar sprach auch über die Trainertätigkeit, die Sverre bereits wieder aufgenommen hat.
Der 35-Jährige wisse um die große Aufgabe, künftig alles unter einen Hut zu bekommen, möchte aber weiter im Spitzensport tätig sein.
"Es ist möglich und wir werden alles schaffen. Wir haben wirklich Glück, dass Familie und Freunde uns unterstützen, und wir sind sehr dankbar dafür. Ich denke, alles wird gut gehen", blickte seine Ehefrau hoffnungsvoll in die Zukunft.
Titelfoto: Bildmontage: Hendrik Schmidt/dpa,CHRISTOF STACHE / AFP

