Für eine Medaille! Biathlon-Ass Strelow gewöhnt sich an die dünne Luft

Obertilliach (Österreich) - Zu den großen Medaillen-Favoriten um Éric Perrot (24, Frankreich), Tommaso Giacomel (25, Italien) oder Johan-Olav Botn (26, Norwegen) zählt Justus Strelow (29) bei den olympischen Rennen im Antholzer Tal nicht. Leer könnte der deutsche Biathlet auf 1600 Metern Höhe trotzdem nicht ausgehen.

Das Biathlon-Stadion im Antholzer Tal ist wunderschön gelegen. Hier werden Justus Strelow (29) und Co. um die olympischen Medaillen kämpfen.  © IMAGO/CEPix

Derzeit "gewöhnt sich" der Hermsdorfer "an die dünne Luft. Wir sind in Obertilliach im Trainingslager, um uns an die mittlere Höhe anzupassen", berichtet Strelow. "Wir haben paar intensive Einheiten, aber nichts Wildes." Von Österreich geht's dann diese Woche die gut 60 Kilometer mit dem Auto ins Olympia-Quartier.

Die Skijäger legen am Sonntag los: Die Mixed-Staffel eröffnet den Kampf um die Medaillen - neben dem Auftakt könnte der Sachse im Einzel (10. Februar), im Sprint (13. Februar), im Verfolger (15. Februar), der Staffel (17. Februar) und dem Massenstart (20. Februar) zum Einsatz kommen.

"Ich hoffe, so viele Rennen wie möglich zu laufen. Es gibt keine Einsatzkonzeption", verrät der Top-Schütze des DSV vor seiner Olympia-Premiere. "Verfolger und Massenstart liegt in meinen Händen."

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In den Händen der Trainer liegt, ob er bei den Staffeln ran darf. Nach seinen Leistungen im Winter eigentlich keine Frage! Kein deutscher Skijäger lief so konstant. Und: 2025 gewann er im Mixed immerhin WM-Bronze.

Bei der Männer-Staffel hat er ein zweites Medaillen-Ass im Ärmel. Die Deutschen haben das Potenzial fürs Podest. "In der Staffel rechne ich mir eine gute Chance aus und hoffe, dass ich das Vertrauen bekomme", so Strelow.

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Die Strecken in Südtirol liegen Justus Strelow (r.).  © IMAGO/GEPA pictures

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Justus Strelow ist der beste Schütze im DSV-Team. Er hofft auf eine Medaille vor allem in den Staffelentscheidungen.  © IMAGO/teamSprint-media

Dafür hat er in diesem Winter viele Entbehrungen in Kauf genommen. Zuletzt konnte der 21. des Gesamtweltcups nach den Weltcup-Rennen in Ruhpolding nicht mit seiner Frau und dem wenige Monate alten Sohn daheim in Erfurt Zeit verbringen.

Er zog in die Oberhofer Kaserne: "Elli und der Kleine waren krank. So hatten wir nur ein gemeinsames Wochenende. Aber ich konnte die Akkus aufladen und freue mich, wenn sie in der zweiten Wochen vor Ort sind und ich sie kurz sehen kann."

Und wie liegen ihm eigentlich die speziellen Bedingungen in Antholz? Er hat in Südtirol seinen einzigen Weltcup-Sieg (2024/Single-Mixed-Staffel) gefeiert, war schon Neunter im Sprint und Massenstart. Er belegte aber auch die Plätze 39 (Verfolger) und 49 (Sprint).

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"Stimmt, es war alles dabei. Aber mir gefällt die Strecke und der Schießstand. Ich freue mich schon auf die tolle Stimmung", so Strelow.

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