Nach Karriere-Ende: Job-Überraschung bei Biathlon-Star Franziska Preuß

Ruhpolding - Mit dem Massenstart-Rennen bei den Olympischen Winterspielen endete die große Karriere von Biathlon-Star Franziska Preuß (31). Im Weltcup wird sie nicht mehr an den Start gehen, doch wer dachte, dass sie sich jetzt erst einmal aufs Sofa legt, lag falsch: Um die Bronzemedaillen-Gewinnerin gibt es eine echte Job-Überraschung.

Franziska Preuß (31) beendete nach den Olympischen Winterspielen ihre Karriere. Nun feiert sie ein schnelles TV-Comeback.  © Hendrik Schmidt/dpa

Die Gesamtweltcup-Siegerin der vergangenen Saison wird schon am Freitag wieder im Fernsehen auftauchen. Denn bei den Junioren-Weltmeisterschaften am Großen Arber wird sie die beiden Massenstart-Rennen in der Sportschau als Co-Kommentatorin begleiten.

Beide Wettkämpfe sind im Stream der ARD zu sehen, Preuß dabei zu hören. Während sie sich den Nachwuchs anschaut, wird ihr ehemaliges Team im finnischen Kontiolahti um Punkte im Weltcup kämpfen. Schon am Donnerstag startet das Event mit dem Einzel der Frauen, am Freitag sind die Männer dran.

Dass Preuß ihre Karriere beendet, war all ihren Teammitgliedern schon seit dem Sommer klar, nur der Zeitpunkt war noch nicht gewiss, wie Julia Tannheimer (20) jetzt im Interview mit Sport1 erklärte. "Wir wussten es im Grunde schon seit der vergangenen Saison", berichtete sie.

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Da hatte Preuß den großen Wurf mit dem Gesamtweltcup-Sieg und dem Weltmeistertitel in der Verfolgung gelandet. Vollenden wollte sie ihre Laufbahn dann mit einer Olympia-Medaille in einer Individualdisziplin, doch das war ihr nicht vergönnt.

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Franziska Preuß war in der letzten Saison ihrer Karriere vom Pech verfolgt

Zum Abschluss ihrer erfolgreichen Laufbahn gewann Preuß (l.) mit der Mixed-Staffel Bronze bei den Wettbewerben in Antholz.  © Hendrik Schmidt/dpa

Während sie in Peking Bronze mit der Frauen-Staffel holte, gab es in Mailand und Cortina Bronze mit der Mixed-Staffel.

Ausgerechnet am Arber, wo sie jetzt kommentieren wird, begann eine Saison, in der Franziska Preuß noch einmal den großen Wurf landen wollte, aber von Anfang an vom Pech verfolgt war. Erst verletzte sie sich dort bei den Deutschen Meisterschaften im September derart schwer an der Hand, dass sie operiert werden musste.

Später fing sie sich gleich zum Saisonauftakt im schwedischen Östersund eine Corona-Infektion und Influenza ein, musste in der unmittelbaren Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele somit lange Zeit aussetzen.

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Beim Saison-Höhepunkt hatte sie dann vor allem mit ihren Nerven am Schießstand zu kämpfen und empfand das Ende ihrer großartigen Laufbahn am Ende als eine Erlösung.

Was genau sie demnächst beruflich machen wird, weiß noch niemand genau. Vielleicht wird sie wie viele ihrer Vorgängerinnen als Expertin im TV einsteigen.

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