Kurz nach Olympia-Drama: Eingriff am Herzen bei Biathlon-Star!

Mailand (Italien) - Die Sorge war groß: Beim Olympia-Massenstart am vergangenen Freitag lag der italienische Biathlet Tommaso Giacomel (25) in Führung, als er plötzlich viel Zeit verlor und das Rennen aufgeben musste, er deutete immer wieder auf seine Brust. Zwar gab er noch am selben Tag Entwarnung – jetzt musste sich der 25-Jährige allerdings einer kleinen OP am Herzen unterziehen.

Tommaso Giacomel (25) führte das Feld nach dem zweiten Schießen im Olympia-Massenstart an, als er plötzlich nicht mehr richtig atmen konnte und das Rennen aufgeben musste.
Tommaso Giacomel (25) führte das Feld nach dem zweiten Schießen im Olympia-Massenstart an, als er plötzlich nicht mehr richtig atmen konnte und das Rennen aufgeben musste.  © FRANÇOIS-XAVIER MARIT / AFP

Das gab der italienische Skiverband FISI am Dienstag bekannt.

Demnach habe sich Giacomel in den vergangenen Tagen im Mailänder Galeazzi-Krankenhaus komplett durchchecken lassen, die Ergebnisse von CT- und MRT-Untersuchungen sowie Belastungstest lagen alle im Normbereich.

Allerdings sei bei einem finalen Test eine Anomalie der elektrischen Leitfähigkeit im Vorhofbereich festgestellt worden, berichtete FISI, weshalb der Gesamtweltcup-Zweite sich einem Eingriff unterziehen musste!

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Die sogenannte Ablation sei bereits durchgeführt worden und erfolgreich verlaufen, Giacomel könne das Krankenhaus am Donnerstagmorgen verlassen.

In zwei Wochen werden dann Folge-Untersuchungen durchgeführt, erst danach darf der 25-Jährige zum regulären Trainingsbetrieb zurückkehren.

Damit fällt der Italiener mindestens für den nächsten Weltcup in Kontiolahti (Finnland) am ersten März-Wochenende aus, wodurch er seine Hoffnungen auf den Sieg im Gesamtweltcup beinahe schon begraben kann.

Tommaso Giacomel teilte auf Instagram ein Bild aus dem Krankenhaus mit seinen Followern.
Tommaso Giacomel teilte auf Instagram ein Bild aus dem Krankenhaus mit seinen Followern.  © Screenshot/Instagram/tommy_giacomel

Biathlon: Die Saison von Tommaso Giacomel gleicht einer Achterbahnfahrt

Tommaso Giacomel trug im Januar noch das Gelbe Trikot, verlor es aber im letzten Rennen vor den Olympischen Spielen und verpasst nun die Gelegenheit, es zurückzuerobern.
Tommaso Giacomel trug im Januar noch das Gelbe Trikot, verlor es aber im letzten Rennen vor den Olympischen Spielen und verpasst nun die Gelegenheit, es zurückzuerobern.  © Sven Hoppe/dpa

Giacomel hatte erst im Januar das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden übernommen, weil der bisherige Überflieger Johan-Olav Botn (26) zwei Wochenenden erkrankt verpasst hatte. Doch nach zwei schwächeren Rennen kurz vor den Olympischen Spielen zog der Franzose Éric Perrot (24) mit zwei Siegen an ihm vorbei.

Ohnehin gleicht die Saison von Giacomel einer Achterbahnfahrt. Am Tag vor Heiligabend starb sein guter Freund Sivert Guttorm Bakken (†27), die beiden darauffolgenden Rennen entschied Giacomel für sich und widmete die Erfolge seinem verstorbenen Freund.

Vor heimischer Kulisse bei den Winterspielen in Antholz wollte der fünfmalige Weltcup-Sieger seinen größten Triumph feiern und einen Olympiasieg holen, doch Probleme am Schießstand und schließlich mit dem Herzen machten ihm einen Strich durch die Rechnung.

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"Es geht mir gut – falls man sagen kann, dass es einem gut geht, wenn man gerade ein olympisches Rennen in Führung liegend abbrechen musste", kommentierte Giacomel entsprechend auf Instagram. Doch der 25-Jährige ist voll motiviert, bei der nächsten Gelegenheit wieder anzugreifen.

"Es war absolut nicht das Ende der Olympischen Spiele, das ich mir erhofft hatte, aber ich werde niemals aufgeben. Vier Jahre gehen schnell vorüber und ich werde es in Frankreich erneut versuchen", versicherte der vierfache WM-Medaillengewinner.

Titelfoto: Bildmontage: FRANCOIS-XAVIER MARIT / AFP, Screenshot/Instagram/tommy_giacomel

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