Saisonvorbereitung läuft schon! Doch plötzlich tritt Biathlon-Ass überraschend zurück
Innsbruck - Die Biathlon-Saison ist seit fast zwei Monaten beendet, die Teams sind bereits in der Vorbereitung auf den kommenden Winter und noch immer sind die Fans nicht vor Karriereenden sicher! Mit dem Österreicher David Komatz (34) hat nun der nächste Routinier seinen Rücktritt bekannt gegeben.
"Heute ist der Tag, an dem ich mein Karriereende bekannt gebe! Mit einem Lächeln blicke ich auf eine coole, emotionale, aufregende, teils schmerzhafte und durchaus erfolgreiche Zeit zurück", schrieb der zweimalige Staffel-Vizeweltmeister auf Instagram zu einem Video mit zahllosen Fotos aus seiner mehr als ein Jahrzehnt andauernden Weltcup-Karriere.
Die Entscheidung traf Komatz allerdings nicht schon wie viele andere vor oder während der abgelaufenen Saison, sondern ganz spontan, wie er bei der ÖSV-Bekanntgabe seines Abschieds verriet.
"Der endgültige Entschluss für meinen Rücktritt ist in den letzten Tagen gefallen. Natürlich wäre mit der WM in Hochfilzen 2028 noch einmal ein Großereignis auf heimischem Boden angestanden, allerdings sind zwei Jahre im Spitzensport eine sehr lange Zeit", erklärte der 34-Jährige.
Ausschlaggebend für seine Entscheidung waren dabei vor allem starke Rückenschmerzen, mit denen sich der Österreicher in den vergangenen Jahren immer wieder herumgeplagt hatte, "und natürlich hat auch der verlorene Kaderstatus eine Rolle gespielt".
Nach einer schwierigen Saison, in er sogar die Olympischen Spiele verpasst hatte, war Komatz aus dem österreichischen Kadersystem gestrichen worden.
Biathlon: Österreich verliert drei langjährige Leistungsträger
Trotzdem geht der 202-malige Weltcupstarter nicht mit einem schlechten Gefühl in den Biathlon-Ruhestand.
"Auch wenn mir vielleicht nie der ganz große Durchbruch gelungen ist, so konnte ich gerade in den Staffelrennen immer wieder meine besten Leistungen abrufen und auch sehr schöne Erfolge feiern", betonte Komatz.
"Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, und freue mich jetzt in erster Linie auf mehr Zeit mit meiner Familie."
Für den ÖSV ist der Abschied schwer zu verkraften, musste der Verband doch in den vergangenen Wochen schon seine Zugpferde Simon Eder (43) und Lisa Theresa Hauser (32) verabschieden.
Während auf der Frauenseite zumindest einige Athletinnen bereits oben angeklopft haben, klafft bei den ÖSV-Herren aktuell eine riesige Lücke zur Weltspitze.
Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

